Neben der Violin-Chaconne (HN 557) und den zehn Orgelchoralvorspielen (HN 1293) gehören Präludium und Fuge D-dur zu den bekanntesten Bearbeitungen für Klavier, die Busoni von Werken J. S. Bachs schuf. Vieles deutet darauf hin, dass er diese drei Werke als Musterbeispiele für seine Transkriptionstechnik ansah. Da Busoni Präludium und Fuge im Titel ausdrücklich „zum Concertvortrage“ bestimmt, weist dies bereits auf einen gesteigerten virtuosen Anspruch hin. Und in der Tat verlangt Busoni dem Pianisten hier die perfekte Beherrschung der Klaviatur ab, stets mit dem Ziel, das klanggewaltige Orgelwerk effektvoll und doch im Geiste Bachs auf das Klavier zu übertragen. Allen Pianisten, die auf dem Klavier endlich einmal alle Register ziehen wollen, sei diese Urtextedition wärmstens empfohlen.