Debussys Rhapsodie entstand im Auftrag der wohlhabenden Amateurin Elise Hall, die dem Komponisten im Voraus ein üppiges Honorar zahlte. Die Arbeit ging diesem aber nicht recht von der Hand; nach seinem Tod lag nur eine abgeschlossene Orchesterskizze, ein Particell, vor. Debussys Freund Jean Roger-Ducasse erstellte auf der Grundlage dieser einzigen authentischen Quelle eine Klavier- und Orchesterfassung. Seit der Uraufführung 1919 in Paris gehört das Werk in diesen beiden Fassungen zum Kernrepertoire der Saxophonisten. Unsere Studien-Edition legt erstmals eine gedruckte Übertragung des Autographs vor. Sie bildet eine wertvolle Ergänzung zu unserer Urtextausgabe für die Praxis (HN 989).