Bei der Ausarbeitung seiner Spanischen Tänze (HN 1370) verknüpfte Sarasate bereits vorhandenes Material – Volkslieder oder Lieder bekannter Verfasser – mit der ihm eigenen reizvollen Tonsprache. Die beiden Tänze op. 22, Romanza andaluza und Jota navarra, vollendete der Komponist und Violinvirtuose 1878 während seiner ersten Konzertreise durch Skandinavien. Schon bald nach den ersten Aufführungen lief die lyrische Romanza dem brillanten Schwesterstück den Rang ab und gehörte fortan zu den Eigenkompositionen, die Sarasate am häufigsten vortrug. Seither hat das Stück, das jetzt auch als Einzelausgabe im Henle-Katalog verfügbar ist, nichts an Reiz verloren!