Für Dvorák war das Jahr 1873 ein Wendepunkt. Ausgelöst durch die Ablehnung seiner Oper „Der König und der Köhler“ versuchte er seinem Schaffen eine neue Richtung zu geben. Sein noch im selben Jahr vollendetes Streichquartett f-moll op. 9 sollte den Beginn eines neuen, weniger an Wagner orientierten Stils markieren – es fiel aber zu seiner großen Enttäuschung bei den Musikern durch. Ungeachtet dieser schmerzlichen Erfahrungen gab Dvorák dem langsamen Satz des Quartetts eine zweite Chance und arbeitete ihn zu einer Romanze für Violine und Orchester bzw. Klavier um, die 1877 mit großem Beifall uraufgeführt wurde. Der Henle-Urtextausgabe dieses Kleinods der Violinliteratur verleihen die Fingersätze und Strichbezeichnungen von Antje Weithaas besonderen Glanz.