Camille Saint-Saëns verfasste seine beiden Horn-Romanzen für zwei der angesehensten französischen Hornisten seiner Zeit: Opus 67 in E-dur aus dem Jahr 1866 ist Henri Chaussier gewidmet, das 1874 entstandene Opus 36 in F-dur schrieb er für Henri Garigue. Trotz der illustren Adressaten handelt es sich nicht um virtuose Paradestücke, sondern – wie es die Bezeichnung Romance nahelegt – um kurze „Lieder ohne Worte“, die den typisch romantischen Ton des Horns voll auskosten. Neben der Orchesterfassung verfasste Saint-Saëns auch eine Klavierbegleitung für den kammermusikalischen Vortrag. Aufgrund der nicht allzu großen technischen Schwierigkeiten eignen sich die Romanzen bereits für fortgeschrittene Schüler.