Erst zwei Jahre nach Beethovens Tod erschien das Rondo B-dur in einer Bearbeitung Carl Czernys im Druck. Inzwischen wurde nachgewiesen, dass es ursprünglich den Finalsatz zum 2. Klavierkonzert op. 19 bildete, den Beethoven ca. 1794/95 durch den heute bekannten Schlusssatz ersetzte. Möglicherweise war die starke stilistische Anlehnung an Mozart einer der Gründe für diese Entscheidung. Jedenfalls bewahrte Beethoven das Rondo-Autograph als Zeichen seiner großen Wertschätzung lebenslang auf. Auf der Grundlage des Notentextes der Beethoven-Gesamtausgabe legt Johannes Umbreit einen neuen, gut spielbaren Klavierauszug vor.