Jeder klassisch ausgebildete Saxophonist kennt und spielt dieses Werk: Mit seinem 1932 komponierten Saxophonquartett begründete Alexander Glasunow fast aus dem Nichts eine neue Gattung und verhalf der damals ungewöhnlichen Kammermusikbesetzung mit vier Saxophonen verschiedener Register zum Durchbruch. Allerdings erschien die Erstausgabe erst mehr als 20 Jahre nach Glasunows Tod und weist zahlreiche Druckfehler und Ungenauigkeiten auf. Zum Glück hat sich eines der herausragenden jungen Saxophonensembles unserer Zeit des Werks angenommen und dabei außerordentliche Quellenfunde gemacht. Neben dem autographen Particell aus einem St. Petersburger Archiv liefern zwei Partiturabschriften von Glasunows Ehefrau und von dem legendären Saxophonisten Sigurd Raschèr, der Glasunow hierfür persönlich in Paris besuchte, wichtige Aufschlüsse für die Edition. So kann dieses Schlüsselwerk der klassischen Saxophonliteratur endlich und erstmals in Urtext-Qualität vorgelegt werden.