„Ich habe geschwind eine Nacht Musique machen müssen“ – diese Zeilen Mozarts an seinen Vater geben einen Eindruck davon, wie der Alltag eines auf Aufträge angewiesenen Komponisten aussah. Mozart stand kurz vor seiner Hochzeit, als er diese Harmoniemusik quasi aus dem Ärmel schüttelte. Mit höfisch-unverbindlichem Serenadenstil hat die „Nacht Musique“ jedoch wenig zu tun; die düstere Tonart c-moll eröffnet ein Werk voller Ernst und Tiefe, das zu den echten Hochkarätern der Bläserkammermusik gehört. – Wie sehr Mozart dieses Oktett schätzte, wird auch darin deutlich, dass er es später für Streichquintett bearbeitete.