Dass Beethoven nach 1800 keine Bläserkammermusik mehr schrieb, verwundert kaum. Mit dem Wandel hin zur bürgerlichen Musikkultur sank die Nachfrage nach heiteren Serenaden und Divertimenti, die dem höfischen Milieu zugedacht waren – ein Genre, dem Beethoven ohnehin skeptisch gegenüberstand. Umso mehr erstaunt sein ohne erkennbaren Anlass um 1795 entstandenes Sextett op. 81b, das durch eine ungewöhnliche Virtuosität der Hornstimmen auffällt. Unsere Ausgabe bietet die Basspartie erstmals so, wie von Beethoven vorgesehen: für Violoncello und verstärkenden Kontrabass. Außerdem enthält sie zusätzlich zu den originalen Hornstimmen in Es transponierte Stimmen in F.

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