Als Reaktion auf Misserfolge wandte sich Schumann in seiner Düsseldorfer Zeit wieder verstärkt dem Komponieren zu. Es entstanden viele neue Werke – auch für das Klavier, das er nach den ersten Jahren seiner kompositorischen Arbeit nur noch spärlich bedacht hatte. Bachs Musik spielte damals im Hause Schumann eine wichtige Rolle; dies spiegelt sich in Schumanns Rückgriff auf barocke Formen wider. Seine Fugen wollte er jedoch als „Charakterstücke, nur in strengerer Form“ verstanden wissen. Die „Clavierstücke in Fughettenform“ op. 126, die hiermit erstmals in unserem Katalog erscheinen, vereinigen meisterlich die strenge formale Vorgabe mit romantischem Ausdruck.