Joseph Haydns sogenannte Pariser Sinfonien entstanden 1785 und 1786 für die Pariser Freimaurerloge Société Olympique, die ein großes Orchester unterhielt und regelmäßig Konzerte veranstaltete. Kunstvolle motivische Arbeit und spielerischer Witz zeichnen die sechs Werke aus, in denen Haydn dem anspruchsvollen Geschmack des Pariser Publikums und den ausgezeichneten Fähigkeiten der Musiker seinen Tribut zollt. Durch Druckausgaben in Paris, Wien und London wurden die sechs Sinfonien schnell europaweit bekannt und beliebt. Die 1786 entstandene C-dur-Sinfonie verdankt ihren Beinamen „L’Ours“ (Der Bär) dem Finalsatz, dessen dudelsackartig „brummende“ Begleitstimmen bei Haydns Zeitgenossen wohl das Bild eines Tanzbären hervorriefen. Die Studien-Edition übernimmt den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe und bürgt somit für höchste wissenschaftliche Qualität. Ein informatives Vorwort und ein kurzer Kritischer Bericht machen die handliche Partitur zum idealen Begleiter für alle Haydn-Fans und solche, die es werden wollen.