Anfang Februar 1794 traf Haydn in London zu seinem zweiten Englandaufenthalt ein. Zwei Sätze der Sinfonie G-dur Hob. I:100 waren zu diesem Zeitpunkt schon fertiggestellt, und das komplettierte Werk wurde am 31. März uraufgeführt. Der Trompetenfanfare im 2. Satz und der Verwendung von „Janitscharen“-Schlagwerk verdankt die Sinfonie ihren Beinamen „Militär-Sinfonie“, den Haydn sogar selbst gebrauchte. Ihr Erfolg in London war gewaltig: Allein 1794/95 wurde das Werk neunmal aufgeführt und avancierte somit schnell zu einer der beliebtesten Haydn-Sinfonien überhaupt.
Allen, die jene Sinfonie näher kennenlernen wollen, sei diese wohlfeile Studien-Edition ans Herz gelegt - mit verlässlichen Worttexten zu Entstehung, Quellen und zur Edition sowie dem über jeden Zweifel erhabenen Notentext aus der Haydn-Gesamtausgabe.