Die Sinfonie Nr. 88 in G-dur komponierte Haydn wahrscheinlich 1787, nur ein Jahr nach den sechs sogenannten Pariser Sinfonien. Zusammen mit ihrem Schwesterwerk, der F-dur-Sinfonie Nr. 89, entstand sie für den Geiger Johann Tost, der sie an den Pariser Verleger Sieber verkaufte. In beiden Werken setzt Haydn die kompositorischen Errungenschaften der Pariser Sinfonien fort: satztechnische Meisterschaft, musikalischer Ideen- und Detailreichtum und eine individuelle, vielfarbige Verwendung des Bläserregisters (das allerdings noch ohne Klarinetten auskommt). Die G-dur-Sinfonie zeichnet sich durch ihren heiteren, fast kecken Tonfall aus – vor allem das Thema des Rondo-Finales besitzt nachhaltige Ohrwurm-Qualitäten. Die Studien-Edition übernimmt den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe und bürgt somit für höchste wissenschaftliche Qualität. Ein informatives Vorwort und ein kurzer Kritischer Bericht machen die handliche Partitur zum idealen Begleiter für alle Haydn-Fans und solche, die es werden wollen.