Wie die „Eroica-Variationen“ op. 35 entstanden auch die Variationen op. 34 im Jahr 1802 auf Grundlage eines eigenen Themas. Die „neue Manier“, die Beethoven gegenüber seinem Verleger für beide Werke deklarierte, zeigt sich in Opus 34 im ständigen Wechsel der Tonarten: Von einer Variation zur nächsten entfalten sich hier immer neue Klangfarben und Charaktere, die vom Pastoralen bis zum Trauermarsch reichen; die Melodie des Themas hingegen bleibt weitgehend unverändert. Die Variationen op. 34 sind nun erstmals bei Henle als Einzelausgabe verfügbar. Der Notentext der Urtextausgabe mit ausführlichem Vorwort und Bemerkungsteil wurde auf der Basis des nachträglichen Kritischen Berichts der Beethoven-Gesamtausgabe erstellt. Der Fingersatz stammt auch hier aus den geschätzten Händen von Ian Fountain.