Sechs Werke gehören zur Opusgruppe 9 – die erste geschlossene Gruppe von Streichquartetten, die wir von Haydn kennen. Doch auch formal ging der Komponist hier neue Wege: Orientierte er sich bei den vorangegangenen Quartetten Opus 1 und 2 noch am fünfsätzigen Divertimento, entschied er sich hier für die in Zukunft maßgebliche Form der Viersätzigkeit. Außerdem bediente er sich eines erweiterten Klangraums und experimentierte mit metrischen Überraschungseffekten (so z. B. im Trio des Menuetts aus dem G-dur-Quartett). Diese Studien-Edition, mit einem einleitenden Vorwort des Haydn-Spezialisten Georg Feder, erscheint begleitend zu unserer bewährten Stimmenausgabe HN 206 und erschließt die gern gespielten Werke allen Musikfreunden nun auch als Partitur.