Etwa drei Jahre nach Erscheinen des zweiten Bandes seiner „Années de Pèlerinage“ (Italien) fügte Liszt dieser Sammlung noch einen Anhang bei: das Triptychon „Venezia e Napoli“. Hierfür überarbeitete er zwei von vier Stücken, die bereits 1840 nach einer Italienreise entstanden waren, und gruppierte sie um eine Adaption des Gondellieds „Nessun maggior dolore“ aus Rossinis „Otello“. Besonders die furiose „Tarantella“, die den Schlusspunkt hinter die beiden eher gesanglichen Stücke „Gondoliera“ und „Canzone“ setzt, ist aus dem Klavierrepertoire nicht mehr wegzudenken. Mit Erscheinen dieses Supplements liegen sämtliche Werke aus dem Umkreis der „Années de Pèlerinage“ im Henle-Urtext vor.