Unter den insgesamt sieben Violinkonzerten Vieuxtemps’ stellt das fünfte in a-moll sicherlich das mit Abstand bekannteste und beliebteste dar. Komponiert wurde es 1860/61 als Pflichtstück für die Geigenklasse seines Freundes Hubert Léonard am Brüsseler Konservatorium, machte dann aber rasch seinen Weg durch die Konzertsäle. Die Popularität verdankt es nicht nur dem brillanten Geigenpart, sondern auch der originellen Form in drei Sätzen, die pausenlos ineinander übergehen. Als Herausgeber konnte der Geiger und Musikwissenschaftler Ray Iwazumi gewonnen werden, der zugleich für die Strichbezeichnungen der Solostimme verantwortlich zeichnet, das Vorwort stammt von der belgischen Vieuxtemps-Expertin Marie Cornaz.