Für den Herausgeber einer Urtextausgabe ist Bachs a-moll-Violinkonzert BWV 1041 recht unproblematisch: Es liegen sauber geschriebene Originalstimmen aus der Köthener (oder frühen Leipziger) Zeit vor. Über den garantiert zuverlässigen Notentext hinaus punktet die Henle-Ausgabe aber auch in ausstattungstechnischer Hinsicht: Dank ausklappbarer Solostimme kann man bequem umblättern, was angesichts der buchstäblich pausenlos durchlaufenden Sechzehntel-Noten des Kopfsatzes eine Herausforderung war – und inzwischen von anderen Verlagen nachgemacht wurde. Nur der Klavierauszug von Henle lässt sich – bei allen drei Violinkonzerten Bachs – mühelos auch von Laien vom Blatt spielen.