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Joseph Haydn – Sämtliche Klaviersonaten

Haydns Klaviersonaten sind seit den 1960er-Jahren in Henle-Urtextausgaben erhältlich und wurden nun erneut grundlegend wissenschaftlich geprüft und überarbeitet. Darüber hinaus konnten 55 international gefeierte Pianisten dafür gewonnen werden, sich jeweils einer Haydn-Klaviersonate als Pate anzunehmen und sie mit ihrem persönlichen Fingersatz zu versehen: Ein „Who is who“ der zeitgenössischen
Klavierwelt!

 

  • chronologische Anordnung aller 55 Werke in 3 Bänden
  • Text nach dem neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand
  • basierend auf dem Text der Haydn-Gesamtausgabe
  • fundierte Vorworte und Kritische Berichte
  • gestochen scharfer Notensatz und brillantes Layout
  • die wichtigsten Sonaten auch in Einzelausgaben

Urtextausgaben

Künstlergalerie: 55 Sonaten und ihre Paten

55 international gefeierte Pianisten konnten dafür gewonnen werden, sich jeweils einer Haydn-Klaviersonate als Pate anzunehmen und sie mit ihrem persönlichen Fingersatz zu versehen: Ein „Who is who“ der zeitgenössischen Klavierwelt! Sehen Sie selbst, wer alles gemeinsam mit uns für diese neue Ausgabe steht:

Was die Pianisten sagen ...

„Freuen Sie sich über diese Ausgabe! Ich bin sicher, sie wird ein echter Klassiker, und es ist wunderbar, dass wir damit 55 verschiedene Sichtweisen auf den Fingersatz von Haydns Sonaten haben.“

Angela Hewitt

 


 

„Eine solche Neuausgabe in optimalem Text war längst überfällig, wir brauchen das dringend.“

Michael Korstick

 


 

„Haydns Musik verkörpert eine ganz eigene Welt, die wir betreten müssen, um ihren ganz speziellen Charme und ihre Weisheit wertschätzen und lieben zu können.“

Evgeny Kissin

„Eine großartige Idee des Henle Verlags, Haydn mit 55 Pianisten und ihren Fingersätzen zu ehren!“

Carmen Piazzini

 


„Ich denke, dass diese neue Ausgabe eine große Chance für uns sein wird, die Freude in und die Besonderheiten von Haydns Musikschaffen zu entdecken."

William Youn

Schon gewusst ...?

Hinter Joseph Haydns Klaviersonaten gibt es viele Geschichten zu entdecken. Drei Werke haben wir für Sie etwas näher beleuchtet:

 

Klaviersonate c-moll Hob. XVI:20


Die c-moll-Sonate Hob. XVI:20 hat eine für Joseph Haydns Kompositionsweise ungewöhnlich lange Entstehungsgeschichte. So begann er bereits im Jahr 1771 – noch in seiner „Sturm-und-Drang-Phase“ – mit der Konzeption. Aus dieser Zeit ist ein autographes Fragment enthalten, das Teile des 1. und 3. Satzes enthält. Ob die Sonate zu diesem Zeitpunkt schon weiter gediehen war, wissen wir nicht. Fest steht, dass sie erst knapp 10 Jahre später veröffentlicht wurde. Diese erste von Haydn selbst so betitelte „Sonate“ in seinem bereits ausgereiften klassischen Stil stellt er dabei den fünf kurz hintereinander komponierten „Auenbrugger-Sonaten“ an die Seite. Dazu schrieb Haydn 1780 an seinen Verleger: „Übersende die 6te Clavier Sonate, weil dieselbe die längste und schwerste ist“. „Haydns Appassionata“ nennt sie der Musikwissenschaftler Richard Wigmore – das selbst nachzuvollziehen steht jedem frei, z.B. hier:

Diese Sonate beschließt den II. Band unserer neuen Ausgabe, der Fingersatz stammt von Paul Lewis: https://www.paullewispiano.co.uk/


 

Klaviersonate C-dur Hob. XVI:35

 

Die Sonaten XVI:35-39 und 20 sind Kompositionen, die in die Zeit der Ablösung des Cembalos und des Clavichords durch das Fortepiano (Klavier) fallen. Sie sind durch den Verleger Artaria den Schwestern Katharina und Marianna Auenbrugger gewidmet, auf die Haydn sehr große Stücke hielt. So schrieb er am 25. Februar 1780 an Artaria: „Der beyfall deren Freilen v. Auenbrugger ist mir der allerwichtigste, indem Ihre spielarth und die Ächte einsicht in die Tonkunst denen grösten Meistern gleichkomt: Beede verdienten durch offentliche Blätter in ganz Europa beckant gemacht zu werden.“ Und in einem späteren Brief: „nur eines bedaure ich, daß ich nicht selbst die Ehre genüssen konnte, diese Sonaten denen Fräulen v. Auenbrugger zu dediciren.“ Mehr zu den Schwestern Auenbrugger findet sich auf der Webseite des Sophie Drinker Instituts. Die erste dieser Gruppe, Hob. XVI:35 in C-dur, ist heute eine der populärsten im Klavierunterricht – warum das so ist, kann man u.a. hier nachhören:

Die C-dur-Sonate Hob. XVI:35 ist in Band II unserer neuen Ausgabe enthalten, der Fingersatz stammt von Dénes Várjon: http://denesvarjon.com/


 

Klaviersonate Es-dur Hob. XVI:49

 

Der Kopfsatz der berühmten, in den Jahren 1789-90 komponierten Es-dur-Sonate „gilt als Musterbeispiel des als ‚klassisch‘ empfundenen Prinzips gleichzeitiger ‚Einheit und Mannigfaltigkeit‘“. Den Auftrag zur Komposition erteilte Maria Anna Gerbischek (ihr Name findet sich im erhaltenen Autograph) für die gemeinsame Freundin und spätere Widmungsträgerin Maria Anna von Gennzinger, die sich bei Haydn am 11. Juli 1790 wie folgt bedankte: „Die Sonate gefählt mir überaus wohl.“ Gleichzeitig bittet sie auch um Abänderung jener Passagen im zweiten Teil des Adagios, in denen die linke Hand über die rechte greifen muss: „weilen ich solches nicht gewöhnet bin, so kömt es mir schwer an“ . Trotz Haydns Versprechen, dieser Bitte nachzukommen, ist bis heute keine vereinfachte Version bekannt. Übrigens: Als Geschenk für die Präsentation der Sonate vor Gerbischek und dem Fürsten Esterházy erhielt Haydn am 24. Juni 1790 eine goldene Tabaksdose. Ein Honorar hatte er abgelehnt. Was heute wohl für ein solches Meisterwerk gezahlt würde? Denn dass es sich um ein solches handelt, lässt sich unschwer erkennen, z.B. hier:

Diese Sonate findet sich in Band III unserer neuen Ausgabe, mit dem Fingersatz von Evgeny Kissin: https://www.kissin.org/

Video

Hier spielen und sprechen die Pianisten! Martin Helmchen, Angela Hewitt, Evgeny Kissin, Benjamin Moser, Carmen Piazzini, Lars Vogt und William Youn sind Teil unseres Projektes und erzählen im Video, warum sie Haydn begeistert, warum jeder Pianist Haydn spielen sollte – und was diese Ausgabe besonders wertvoll macht.

 

Zusätzlich zu diesen drei Kurzvideos finden Sie auf unserem Youtube-Kanal die Beiträge aller sieben Pianistinnen und Pianisten in voller Länge.