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Das Streichquartett im G. Henle Verlag

Im Jahr 2022 feiern wir das Streichquartett!

 

Warum? Die meisten Musiker kennen uns hauptsächlich als Verlag für Klavierliteratur oder klein besetzte Kammermusik. Was viele nicht so recht wissen: In den letzten Jahren haben wir Schritt für Schritt das gesamte Kernrepertoire der klassischen und romantischen Streichquartett-Literatur als Urtextausgaben erarbeitet! Und diese sind in Stimmen (blaue Urtextausgaben) und als Taschenpartituren (Studieneditionen) in unserem Webshop erhältlich, sowie natürlich in digitaler Form in der Henle Library App.

 

In Urtext-Referenzausgaben bieten wir an: Sämtliche Streichquartette von Beethoven, Berg, Brahms, Debussy, Haydn, Mendelssohn und Schumann. Viele weitere Quartette ergänzen dieses Angebot, z.B. von Schubert, Dvorák, Smetana und anderen. Sehen Sie selbst:

 

Urtextausgaben

  

Galerie

„Die Ausgaben des G. Henle Verlags helfen uns, die wirkliche Musik in den Noten zu entdecken.“

 

Amber Quartet
Offizielle Henle-Botschafter in China 2022

 


„Wir sind sehr froh über diese einmalige Kooperation mit dem G. Henle Verlag – es gibt kaum etwas Faszinierenderes, als gemeinsam mit Herausgeber Dr. Wolf-Dieter Seiffert Mozart-Autographe zu studieren!“

 

Armida Quartett
über die Zusammenarbeit zur Gesamtausgabe von Mozarts Streichquartetten


„Wir lieben den Henle Verlag! Um so mehr, da dort aktuell und auch in den kommenden Jahren viele Ausgaben französischer Werke, die uns ganz besonders am Herzen liegen, herausgegeben werden.“

 

Quatuor Ébène
Frankreich

  

Videos

Das Quatuor Ébène liebt die blauen Urtextausgaben des G. Henle Verlags. Wir freuen uns über diese wunderbare Grußbotschaft "en français". Merci beaucoup!

 

Das Armida Quartett verbindet eine enge und inzwischen langjährige Freundschaft mit dem G. Henle Verlag. So haben die vier Musikerinnen und Musiker die Herausgabe sämtlicher Streichquartette W. A. Mozarts künstlerisch beratend unterstützt. Und sie sind Henle-Library-App-Nutzer der ersten Stunde:

     

Sponsoring

Internationale Streichquartett-Veranstaltungen 2022/23

 

Das ganze Jahr 2022 hindurch unterstützen wir in Zusammenarbeit mit Spitzen-Ensembles herausragende Streichquartett-Veranstaltungen in aller Welt. Mit Notengeschenken, Geld, Credits für die Henle Library App, mit Vorträgen zu unseren Streichquartett-Urtextausgaben und mit vielem mehr. Über unsere Social-Media-Kanäle werden wir ausführlich davon berichten.

 

Schauen Sie immer wieder hier vorbei! Denn die folgende Liste ist noch nicht vollständig. Sobald weitere Veranstaltungen auf deren eigenen Webseiten veröffentlicht werden, ergänzen wir diese mit allen weiterführenden Informationen für Sie.

2022

Exklusiv-Kooperationen mit Ensembles

  • Meisterkurse und Konzerte mit dem Amber Quartet
    Januar bis Dezember 2022, Peking/China

  • Brahms-Streichquartett-Masterkurs mit dem Cuarteto Quiroga
    2022 (tba), Madrid/Spanien


2023


ARD-Musikwettbewerb 2021

 


Crans-Montana Classics 2021 © cmclassics

 


Amber Quartet

 


Ein besonderes Geschenk nur für Amateur-Ensembles

Machen Sie mit bei der Streichquartett-Kampagne für Amateure!

 

Wir unterstützen Amateurwettbewerbe und Meisterkurse für Streichquartette! Wenn Sie für das Jahr 2022 eine solche Veranstaltung planen, füllen Sie doch gleich unser Formular aus und sichern Sie sich die Chance auf eine kostenlose Ausgabe sämtlicher Streichquartette von Beethoven (Taschenpartitur)!

 

weitere Informationen >

Folgende Veranstaltungen haben sich bereits erfolgreich bei unserer Streichquartett-Kampagne für Amateure beworben:

- Baoluoding String Quartet Training Camp, Peking/China

- Cellissimo Cello Festival and Academy, Sofia/Bulgarien

- Cuarteto de los nuevos tiempos (Quartet of new times), Mar del Plata/Argentinien

- State Solo and Ensemble Festival at Oshkosh, Oshkosh (Wisconsin)/USA

- String Quartet Festival 2022, Hong Kong

- Youth string Art Week of Liling, Liling (Hunan)/China

- ZUKUNFTSKLANG AWARD - Internationaler Online Musikwettbewerb, Stuttgart/Deutschland – online

 

 

Blogartikel

Versuch einer Neudatierung der drei beliebten „Quartett-Divertimenti“ KV 136–138 von Mozart

10.5.2021. Im Zusammenhang meiner nun kurz vor Veröffentlichung stehenden Urtextausgabe der drei bekannten und vielgespielten „Divertimenti“ KV 136–138 wurde klar, dass Mozarts eigene, ungewöhnlich vage Datierung im Kopf seines Autographs: „Salisburgo 1772“ nicht gänzlich zutreffen kann. Ich gehe vielmehr davon aus, dass er an der Komposition dieser drei Werke bereits ab dem Spätherbst 1771 in Mailand arbeitete, um sie dann erst in Salzburg zu Jahresbeginn 1772 abzuschließen. In diesem Blogbeitrag möchte ich diese These knapp begründen.

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„Botzen dieß Sauloch“. Warum es kein „Bozener Streichquartett“ von Mozart gibt.

1.2.2021. Als Vater und Sohn Mozart Ende Oktober 1772 zum dritten und letzten Mal auf der Durchreise mit Ziel Mailand durch die Südtiroler Stadt Bozen kamen, war der Wolferl hungrig und schlechter Laune. Anders lässt sich sein derber Reim auf diese wunderschöne Stadt nicht erklären: „botzen dieß Sauloch. || Ein gedichte von einen der über botzen fuchs=teüfel wild und harb war.

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Eine aufschlussreiche Korrektur in Mozarts Autograph des Streichquartetts C-dur KV 170

22.7.2019. In wenigen Wochen geht ein von mir lang gehegter Traum in Erfüllung: Mozarts frühe Wiener Streichquartette KV 168 – 173 erscheinen im Herbst 2019 bei uns im Urtext (HN 1121 und HN 7121). Der von mir edierte und von unseren Herstellern wunderschön notengesetzte und gedruckte Text wird zwar keinen völlig „neuen Mozart“ präsentieren, aber doch im Detail ganz viele Verbesserungen für die quartettspielende Zunft aufweisen.

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Zu einer unerklärlichen (?) Fermaten-Notation in Mozarts Streichquartett KV 428

7.1.2019. Dass Mozart, sofern er sorgfältig schreibt, graphisch zwischen dem Punkt und dem Strich unterscheidet, sollte für jeden, der seine Handschrift kennt, unstrittig sein. Welche aufführungspraktische Bedeutung diese graphische Unterscheidung zwischen Punkt und Strich allerdings haben mag oder nicht, darüber soll an dieser Stelle nicht gestritten werden. Heute will ich eine äußerst merkwürdige „Strich“-Notation Mozarts präsentieren.

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„Lunga e laboriosa fattica“ – Deutungsversuche zum c-moll-Trio aus dem Streichquartett KV 465/III von Mozart

30.10.2017. Sofern die Komponisten-Handschrift, das Autograph, eines musikalischen Werks überliefert ist, hat man die einmalige Gelegenheit, dem Schöpfer beim Niederschreiben seiner Gedanken „über die Schulter zu schauen“. Geheimnisse des Schöpfungsprozesses offenbaren sich dem Betrachter allerdings nur dann, wenn er Fragen an den vorgefundenen handschriftlichen Text stellen kann, die über rein editorisch-philologische hinausgehen.

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Durchgehend „lombardisch“? Zu einem winzigen Textproblem in Mozarts d-moll-Streichquartett KV 421

3.7.2017. Das ungemein heitere D-dur-Trio aus dem Menuett von Mozarts sonst so düster-dramatischem d-moll-Streichquartett KV 421 gehört schon immer zu meinen Lieblingsstücken. Die erste Violine, begleitet von simpler „pizzicato“-Begleitung der Unterstimmen, spielt dabei raffiniert mit Volksmusik-Anklängen: zum einen stimmt sie ganz offenkundig einen Jodler an, erkennbar an der simplen Dreiklangsmelodik, bei der gewissermaßen die Bruststimme immer wieder in die „Kopfstimme“ umschlägt, eben wie bei einem echten alpenländischen Jodler; zum andern durchzieht den ganzen Satz geradezu prototypisch der sogenannte „lombardische“ Rhythmus, untrügliches Kennzeichen etwa für schottische, ungarische oder slawische Volksmusik (erkennbar am umgekehrt punktierten, synkopischen Rhythmus):

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Der Reiz der Verstörung. Zu einer besonderen autographen Korrektur Mozarts im Finale des F-dur-Streichquartetts KV 590

19.9.2016. Mozart-Kenner und -Liebhaber wissen natürlich um das Ungeheuerliche im Finale seines allerletzten Streichquartetts, KV 590. Besonders dessen Durchführung ist an Härte der Tonsprache im Mozartschen Œuvre einzigartig. Die Verstörung beginnt aber schon kurz vor Ende des ersten Teils: Die sonst so munter perlenden Sechzehntel-Noten erstarren urplötzlich in einer geradezu hilflos in sich repetierenden Dreitonschleife. Just diese Stelle hat Mozart in seiner Handschrift heftig korrigiert. Die Untersuchung dieser Korrektur gibt uns einen analytischen Schlüssel zum Verständnis dieses ganz besonderen Satzes an die Hand.

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Ein Böhme in Amerika: Hat Dvořáks F-dur-Streichquartett falsche Akzente?

9.11.2015. Das Streichquartett F-dur op. 96 komponierte Antonín Dvořák im Frühsommer 1893 in Spillville/Iowa, wo er seine Ferien als Direktor des New Yorker National Conservatory of Music (1892–95) verbrachte. Es ist, wie er ausdrücklich auf dem Partiturautograph vermerkte, seine zweite in Amerika entstandene Komposition, denn ihr war die berühmte 9. Symphonie mit ihren vielfach diskutierten Anlehnungen an die traditionelle Musik von Indianern und Afroafrikanern unmittelbar vorangegangen.

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„Das ist schon alles wunderbar!“ Zur Neuausgabe der Streichquartette Mozarts

8.12.2014. Vor einigen Wochen begann ich die Editionsarbeiten an einer Werkgruppe, die mich schon sehr lange beschäftigt und die ich über alles liebe: Mozarts Streichquartette. Ich werde sie in neu zu erarbeitenden Urtextausgaben (Stimmen und Partitur) im G. Henle Verlag komplett herausbringen. Ende 2015 wird als erste Frucht dieser mühsamen Arbeit Band 4 erscheinen: das „Hoffmeister-Quartett“ KV 499 sowie die drei „Preußischen Quartette“ KV 575, 589 und 590. Die übrigen Streichquartette folgen dann chronologisch rückwärts in den kommenden Jahren.

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Wohin mit dem Schlüssel? Zu einer Problemstelle in Schumanns F-dur-Streichquartett op. 41 Nr. 2

7.7.2014. Freunde des Humoristen Wilhelm Busch erinnern sich sicherlich an die Geschichte vom Meister Zwiel, der, in einer kalten Winternacht von einem Wirtshausbesuch zurückgekehrt, vor der Haustüre steht und vergeblich das Schlüsselloch für seinen bereit gehaltenen Schlüssel sucht. Die Geschichte geht tragisch aus: Meister Zwiel verliert den Schlüssel und fällt auf der Suche nach ihm in ein Wasserfass, in dem er schließlich erfriert.

Ganz so gefährlich ist das Finale von Robert Schumanns Streichquartett F-dur op. 41 Nr. 2 für Bratschisten zwar nicht, aber es gibt eine Verbindung zu Meister Zwiel.

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