200 Henle-Blogtexte. Kaum zu glauben!

Sie lesen die Ausgabe Nummer 200 des Henle-Blogs. Zweihundert! Kaum zu glauben. So viele spannende, informative, unterhaltsame Originaltexte. Gründlich recherchierte Essays aus unserem Lektorat zu musikalischen Quellen, Lesarten-Problemen, philologisch Interessantem zu Neuerscheinungen und zu so vielem mehr. Weiterlesen

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Endlich: Bartóks Concerto for Orchestra jetzt auch im handlichen Format

Im Frühjahr 2016 hat der große ungarische Komponist Béla Bartók Einzug in den Henle-Katalog erhalten: zum einen mit der in diesem Sommer schon auf vier Bände angewachsenen Kritischen Gesamtausgabe seiner Werke, zum anderen mit den auf diesem wissenschaftlich erarbeiteten Notentext basierenden praktischen Urtext-Einzel-Ausgaben seiner Klavierwerke. Diese bieten mittlerweile wirklich für jeden etwas, vom Einsteigerrepertoire (mit den Lehrwerken Für Kinder und Mikrokosmos) über den Bartók-Klassiker (wie die Rumänischen Volkstänze) bis zur avancierten Virtuosenliteratur (z. B. mit den Improvisationen op. 20). Aber eines fehlte bisher: Bartóks Name in der Reihe unserer Studienpartituren im handlichen Format. Um so größer war die Freude, als sich mit dem 2018 in der Gesamtausgabe erschienenen Concerto for Orchestra endlich eine Gelegenheit bot, diese Lücke zu füllen. Weiterlesen

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Prädikat: besonders wertvoll – Zur Korrekturfahne in Faurés 1. Cellosonate op. 109

Bei der Herstellung einer Stichplatte (oder heute einer Digital-Datei) für eine gedruckte Notenausgabe besteht immer das Risiko, dass der Setzer an manchen Stellen die Vorlage ungenau oder falsch überträgt. Deshalb setzten die Komponisten schon sehr früh durch, dass der betreffende Verlag ihnen vor dem endgültigen Druck einen Fahnenabzug zur Durchsicht und Korrektur überließ. Das war zwar keine Garantie für eine fehlerlose Erstausgabe, da einerseits die Komponisten oft Setzfehler übersahen oder umgekehrt der Setzer Korrekturen des Komponisten übersah oder falsch verstand. Aber es vermittelte dem Autor doch eine gewisse Sicherheit, dass der gedruckte Notentext nicht mit Fehlern übersät erschien. Außerdem bot die Fahnendurchsicht die willkommene Gelegenheit, hier und da gegenüber der ursprünglichen Version Änderungen einzufügen. Weiterlesen

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Dont worry, be happy – die erste kritische Urtext-Ausgabe der Etüden von Jakob Dont

Jakob Dont (1815–1888)

Wohl jeder Geiger kennt sie aus dem Unterricht: Die 24 Études et Caprices op. 35 von Jakob Dont (1815–1888) sind bis heute unersetzlicher Bestandteil des Lehrplans. Das liegt sicher daran, dass es Dont auf kongeniale Weise gelang, das gezielte Trainieren bestimmter technischer Herausforderungen mit einer ansprechenden und melodiösen musikalischen Gestaltung zu verbinden. Dutzende verschiedener Ausgaben sind heute auf dem Markt, die sich aber alle – zum Teil erheblich – vonein­an­der unterscheiden. Was ist denn nun der „echte“ Dont? Weiterlesen

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Mehr Klimaschutz ist dringend nötig. #HenleVerlagForFuture!

Heute soll es einmal – und ganz ausnahmsweise! – nicht um die liebe Musik, um Noten oder um Editorisches gehen, wie Sie es aus diesem Blog kennen. Nein, heute will ich Sie auf den Streiktag #fridaysforfuture am 20. September 2019 aufmerksam machen. Weltweit wird an diesem Tag nämlich wieder gestreikt werden. Für mehr Klimaschutz, für konkrete(re) Beschlüsse und konkrete(re) Taten für eine lebenswertere Umwelt, statt des ewigen bloßen Geredes darüber. Denn wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Musikverlags G. Henle streiken mit. Der G. Henle Verlag bleibt am Freitag 20.9.19 geschlossen. Weiterlesen

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Sommerpause

Es ist Urlaubszeit: Die Sommerpause für unseren Blog beginnt. Eine gute Gelegenheit also, mit etwas leichter Lektüre am Strand zu liegen. Unsere Autoren überlegen sich schon neue, spannende Themen für kommende Artikel. Freuen Sie sich also auf die neuen Blog-Beiträge ab dem 16. September 2019.

Wir wünschen allen Lesern eine schöne, erholsame Sommerzeit.

G. Henle Verlag

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Eine aufschlussreiche Korrektur in Mozarts Autograph des Streichquartetts C-dur KV 170

In wenigen Wochen geht ein von mir lang gehegter Traum in Erfüllung: Mozarts frühe Wiener Streichquartette KV 168 – 173 erscheinen im Herbst 2019 bei uns im Urtext (HN 1121 und HN 7121). Der von mir edierte und von unseren Herstellern wunderschön notengesetzte und gedruckte Text wird zwar keinen völlig „neuen Mozart“ präsentieren, aber doch im Detail ganz viele Verbesserungen für die quartettspielende Zunft aufweisen. Weiterlesen

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Froberger – Rückblick und Ausblick

Titelseite des Libro Quarto (1656). Quelle: http://data.onb.ac.at/rep/10040126

Wie die Zeit vergeht – diese wenig originelle Erkenntnis ereilte mich, als ich vor einer Woche meinen neuen Froberger-Blog zu planen begann. Denn ich hatte das Gefühl, den letzten Beitrag zu diesem Thema doch gerade erst vor Kurzem geschrieben zu haben. Weit gefehlt! Es war 2016, vor 3 Jahren, als ich unsere Ausgabe zu Frobergers 400. Geburtstag vorstellte. Dieser Querschnitt sollte aber sozusagen nur ein „Appetizer“ sein, ein Überblick über die Gattungen für Tasteninstrument, die Froberger immer wieder bediente: Toccata, Fantasia, Canzone, Suite (Froberger verwendet stets den gleichbedeutenden Begriff Partita). Darunter sind die Suiten zweifellos die berühmtesten Werke Frobergers, und in unserer Auswahlausgabe haben wir (natürlich) aus dem Suitenschaffen gleich das beliebteste Stück ausgewählt: die Partita „auff die Mayerin“, deren einzelne Sätze Variationen auf das seinerzeit beliebte Volkslied darstellen. Weiterlesen

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Was wollte der Komponist? Zu einem merkwürdigen Takt in Saint-Saëns’ Romance für Flöte op. 37

Wer die heute im Handel befindliche Ausgabe des Originalverlags Durand mit der 1874 erschienenen Erstausgabe von Saint-Saëns’ Romance für Flöte und Klavier op. 37 vergleicht, wird schnell eine markante Abweichung in Takt 102, am Ende des im Verlaufs des Stücks mehrfach variierten Hauptgedankens, bemerken: Weiterlesen

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Die andere Art von Quellen: Briefe zu Max Bruchs „Kol Nidrei“

Eine Urtext-Ausgabe (nicht nur) des Henle-Verlags zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, dass sie auf einer kritischen Untersuchung aller Quellen zum Werk basiert und diese dann auch in einem Bemerkungsteil beschreibt, bewertet und die editorischen Entscheidungen dokumentiert. Schaut man sich diese Bemerkungen in unseren Urtext-Ausgaben einmal genauer an, so könnte man meinen, diese Quellen umfassen allein musikalische Handschriften und Drucke. Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn neben solchen Primärquellen der Edition spielen auch zahlreiche sekundäre Quellen eine Rolle, seien es Rezensionen oder Programmhefte, Geschäftsbücher des Verlags oder Tagebücher und Korrespondenz des Komponisten, in denen sich wichtige Hinweise – z. B. für die Datierung eines Werks oder die Autorisierung eines Arrangements – finden können. Diese andere Art von Quellen wird bei Henle in der Regel nur sehr knapp im Vorwort erwähnt – was nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die Suche nach und Auswertung von ihnen mitunter aufwendiger sein kann als die reine Editionsarbeit. Weiterlesen

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