Heute soll es einmal – und ganz ausnahmsweise! – nicht um die liebe Musik, um Noten oder um Editorisches gehen, wie Sie es aus diesem Blog kennen. Nein, heute will ich Sie auf den Streiktag #fridaysforfuture am 20. September 2019 aufmerksam machen. Weltweit wird an diesem Tag nämlich wieder gestreikt werden. Für mehr Klimaschutz, für konkrete(re) Beschlüsse und konkrete(re) Taten für eine lebenswertere Umwelt, statt des ewigen bloßen Geredes darüber. Denn wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Musikverlags G. Henle streiken mit. Der G. Henle Verlag bleibt am Freitag 20.9.19 geschlossen.

Wir fordern hiermit unsere Verlagskollegen, unsere Buch- und Musikalienhändler/Innen, ja auch Sie, liebe Blog-Leserin und lieber Blog-Leser, auf:

Streikt mit. Setzt Euch für mehr Klimaschutz in Deutschland, in Europa, auf unserem gesamten Globus ein!

Setzen wir doch gemeinsam jetzt ein lautes, deutliches Zeichen. Die Politik muss aufwachen. So kann es nicht weitergehen.

Jeder Einzelne, jedes Unternehmen kann aktiv etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun. Wir Mitarbeiter/Innen im G. Henle Verlag haben uns unlängst zusammengesetzt und einmal gemeinsam aufgeschrieben, was wir bereits alles für eine gesündere Umwelt tun. Und was wir als Verlag künftig tun wollen. Vielleicht ist das einmal eine interessante, anregende Lektüre für Sie?:

HN 1

Produkte

    • FSC: Notenausgaben des G. Henle Verlags tragen das FSC-Siegel („Forest Stewardship Council“) als Nachweis zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft aller unserer Lieferanten (Papier, Druck)
    • Laminierung: Unsere Umschläge bestehen traditionell aus hochwertigem Naturkarton oder Naturleinen; keinerlei Laminierung
    • Einschweißen: Wir schweißen unsere Produkte nicht in Schutz-Plastikfolie ein
    • Lokale Produktion: Herstellung unserer Notenausgaben von ausschließlich in Deutschland ansässigen Lieferanten (kurze Lieferwege)

Leinentasche HN 8037

  • Verpackung: Zum Schutz der Produkte beim Versand verwenden wir weitgehend Seidenpapier und Füllpapier anstatt Plastik
  • Rückware: Remissionen gelangen soweit irgend möglich wieder in den Verkauf
  • Plastiktüten: Statt Plastiktüten für Handel und Kunden haben wir auf Stofftaschen und Papiertüten umgestellt

Weg zur Arbeit

Henle-Mitarbeiter/Innen sind aufgefordert, nach Möglichkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen; dazu gibt es folgende Anreize:

  • alle Henle-Mitarbeiter/Innen erhalten die Kosten ihrer jeweils benötigten Monatsfahrkarte des öffentlichen Nahverkehrs zu 100% erstattet
  • alle Henle-Mitarbeiter/Innen haben Anspruch auf ein Dienstrad (konventionell oder E-Bike); wir sind bei Jobrad
  • Henle-Mitarbeiter/Innen nehmen jährlich teil an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

Verlagsgebäude

Henle-Mitarbeiter/Innen achten darauf, dass nach Möglichkeit im Verlag umweltschonende und nachhaltige Verbrauchsmaterialien benutzt werden:

  • Überwiegende Verwendung von Recyclingpapier
  • Nutzung von Drucker-Papier sparsam und möglichst beidseitig
  • Verwendung ökologisch abbaubarer Sanitärbedarfs- und Reinigungsmittel
  • Verwendung von (fair-trade-) Kaffeebohnen anstelle von Kaffee in Einweg-Alukapseln

Geplant für 2019/20

  • Einbau und Betrieb einer Photovoltaik-Anlage (Solarzellen) zur Stromerzeugung
  • Beauftragung eines unabhängigen Energie-Beraters zur Optimierung von Heizen, Kühlen und Stromverbrauch im gesamten Verlagsgebäude
  • Strikte Mülltrennung (Küchen- und Büroabfall)
  • Verwendung von Pfandflaschen aus Glas statt Einwegflaschen aus Plastik

Kommentare? Anregungen?

Nächstes Mal geht es wieder um Musik. Versprochen!

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3 Antworten auf »Mehr Klimaschutz ist dringend nötig. #HenleVerlagForFuture!«

  1. Wolfgang Merkes sagt:

    Ich finde es ganz toll, dass der Henle-Verlag sich nicht damit zufriedengibt, erstklassige Notenausgaben herzustellen, sondern sich aktiv und konkret auch um den Klimaschutz bemüht! Ein nachahmenswertes Beispiel…

  2. Betina sagt:

    Es ist nicht der Papierverbrauch, welche die Umwelt an den Abgrund stellt. Es sind die Urwälder, welche abgeholzt werden…wegen Möbeln und den Vegetarier und dem Rinderzuchtwahnsinn. Es werden Unmengen an Soja- und Palmölplantagen angelegt … und damit die Lebensgrundlage sämtlicher Urwaldtiere und Menschen zerstört.

    • Hans Helmut Suckau sagt:

      Good Morning to all of you at Henle Publishers,
      Mit Interesse und ein wenig Neid lese ich, was Sie in der Tat bereits fuer die Umwelt tun. In unserem Lande sind wir noch nicht so weit. Deshalb liegt es an jeder Person, an jedem Unternehmen, kleine Schritte zu tun, die in der Tat helfen.
      Ich bin insbesondere davon beeindruckt, dass sich Ihre praktischen Aktivitaeten nicht nur auf den Verlag beziehen, sondern dass alle Kolleginnen/Kollegen im Henle Verlag freundlichst gebeten werden, Abfaelle zu sortieren und mit dem Fahrrad zum Buero zu kommen. Nicht nur hilft es der Umwelt, es foerdert auch das eigene Wohlbefinden.
      Ich werde einige Ihrer Beispiele auch bei mir in die Tat umsetzen und auch australisch-spezifische Massnahmen zum Recycling vornehmen.
      Congratulations again to your good efforts.

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