Sie lesen die Ausgabe Nummer 200 des Henle-Blogs. Zweihundert! Kaum zu glauben. So viele spannende, informative, unterhaltsame Originaltexte. Gründlich recherchierte Essays aus unserem Lektorat zu musikalischen Quellen, Lesarten-Problemen, philologisch Interessantem zu Neuerscheinungen und zu so vielem mehr.

200 – das ist ein Grund zu feiern, kurz innezuhalten, zurückzublicken und auch nach vorne. Und unseren Lesern ein Geschenk zu machen.

Wir Lektoren begannen den Blog ziemlich genau vor acht Jahren, ganz genau am 30. November 2011, vor allem aus dem starken Bedürfnis heraus, mit Musikern und mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen. Wir wollen mit Ihnen, den Lesern, über das Zentrum unserer Urtextarbeit sprechen: über den Notentext. Und zwar nicht nur wissend berichten, sondern auch Fragen stellend, Meinungen einholend. Ich meine, das gelingt uns meist recht gut. Informativ und unterhaltsam, bebildert und mit diversen Links auf allerlei Weiterführendes.

Seit dem Herbst 2011 veröffentlichen wir nun also in schöner Regelmäßigkeit, nämlich jeden zweiten Montag, Blog-Beiträge (die man übrigens abonnieren kann). Es begann mit einem Text zu Chopins 2. Ballade, und der jüngste Blog, die Nummer 199, handelt von Bartóks Concerto for Orchestra. Dazwischen spannt sich eine großartige Textfülle von Froberger bis Gershwin, zu Werken jeglicher Besetzung, zu Themen von „Akzent“ bis „Werkentstehung“.

Rasch wurde uns klar, dass wir die zahllosen Essays verschlagworten und in Register bringen müssen, damit wir und unsere Leser gezielt recherchieren können. So ist nach einiger Zeit die Spalte links von den eigentlichen Texten entstanden: die Schlagwort-Cloud und die diversen Register. Ein Klick und man ist in einem oder in mehreren der 200 Texte. Allmählich kristallisieren sich auch Lieblingsthemen von uns heraus:

Von den aktuell 222 verschlagworteten Komponisten-Namen führt, wen wundert’s?, Beethoven mit 24 Beiträgen, gefolgt von Mozart mit 15. Aber auch Richard Wagner und Alexander Zemlinsky kommen vor, Komponisten, die man vielleicht nicht bei Henle erwarten würde. Klappt man links das Register „Werke“ auf, so hat man Zugriff auf immerhin inzwischen über 170 Originalbeiträge zu verschiedenen Kompositionen und damit Urtextausgaben aus unserem Haus.

Aus Anlass dieses kleinen Jubiläums – 200 Original-Essays aus dem Henle-Lektorat – habe ich das vergangene Wochenende genutzt, um wieder einmal in den Beiträgen zu schmökern. Ich habe mich hier und da wieder einmal festgelesen. Diese Texte sind eine reine Freude. So viel Wissen. So viel Begeisterung für die Sache. So elegant geschrieben. Mein herzliches Dankeschön an unsere Autoren, die gewissermaßen aus dem Lektorat heraus „nebenher“ für all die Texte verantwortlich zeichnen:

Annette Oppermann

Norbert Gertsch

Peter Jost
(er trägt übrigens die redaktionelle Verantwortung des Henle-Blogs und macht das, zusammen mit unserer wissenschaftlichen Lektoratsassistentin, Maren Zwank, ganz ausgezeichnet. Ein Extra-Dankeschön an Sie beide!)

Norbert Müllemann

Dominik Rahmer

und ich, Wolf-Dieter Seiffert

Von Anfang an erscheinen die Essays stets parallel in deutscher und englischer Sprache. Das ist nur möglich, weil wir in Margit L. McCorkle eine wunderbare Übersetzerin haben, kenntnisreich, schnell, und mit eleganter Feder. Ein herzliches Dankeschön aus München nach Vancouver, liebe Margit!

Und natürlich danke ich von Herzen den vielen hunderten Blog-Lesern im In- und Ausland. Für Sie schreiben wir schließlich all die Essays. Ab und zu fühlt sich eine Leserin oder ein Leser sogar ermutigt, im Kommentarfeld etwas beizutragen, was uns dann besonders freut. Auch treffen immer wieder E-Mails mit Rückfragen, Kommentaren oder Anregungen ein, die wir immer und sehr gerne beantworten. Wir erreichen also mit unserem Blog tatsächlich das Interesse vieler Musiker und wir treten somit auf ungewöhnliche Weise außerhalb unserer Notenausgaben in Kontakt zu ihnen. Das ist großartig. Das bestärkt uns darin, weiter zu machen. Wir peilen in etwa 10 Jahren die 500 an – die nächsten 300 Blogs stehen Ihnen/uns also bevor …

Ich verrate Ihnen jetzt noch ein Geheimnis: Aus Anlass des weltweit gefeierten 250. Geburtstags unseres Haus-Heiligen Ludwig van Beethoven werden wir ab dem nächsten Blog das ganze Jahr 2020 hindurch ausschließlich zu Beethovens Leben und Werk schreiben. Es gibt viel zu sagen. Nur wir können das. Wir nehmen nämlich für uns in Anspruch, weltweit DER Beethoven-Verlag Nummer 1 zu sein. Norbert Gertsch wird im nächsten Beitrag begründen, warum das so ist und warum dieses ehrgeizige Projekt so reizvoll für unsere Leser sein wird.

Wenn Sie uns schon immer einmal Lob, Anregungen oder Kritik schreiben wollten, dann tun Sie es doch jetzt, denn es lohnt sich: Für jeden unter diesem 200. Blog veröffentlichten Kommentar erhält deren Autorin/ Autor ein kleines, feines Geschenk postalisch zugeschickt: eine originalgetreue Reproduktion eines Stadtplanes von Wien zu Beethovens Zeit (1809). Für die Zusendung des Geschenks setzen wir uns dann per Mail mit Ihnen in Kontakt.

Herzliche Grüße aus München. Bleiben Sie uns treu, empfehlen Sie uns weiter.

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Eine Antwort auf »200 Henle-Blogtexte. Kaum zu glauben!«

  1. Ulf Brenken sagt:

    Sehr geehrtes Henle-Blog-Team,
    herzlichen Dank für Ihre zweiwöchentlichen Beiträge, die mir regelmäßig den Wochenanfang verschönern! Auch wenn ich nicht seit Anbeginn des Blogs dabei bin (weil ich ihn erst später entdeckte), werde ich doch mindestens auch noch Nummer 500 zu schätzen wissen und freue mich auf viele weitere interne Einsichten in die Welt der manchmal gar nicht so einfachen Urtextausgaben.
    Ihr immer interessierter Leser Ulf Brenken

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