Zehn auf einen Streich – Skrjabins Klaviersonaten in einem Band

Manch ein Henle-Fan, der sich in unserem Urtext-Katalog auskennt, wird wissen, dass einige Werke bei uns „doppelt“ erhältlich sind: Sowohl als Einzelausgabe als auch innerhalb eines Sammelbandes. Als Urtext-Verlag sind wir der Quellenüberlieferung verpflichtet, und daher geben wir im Normalfall Werke so heraus, wie die Komponisten sie nun einmal aus ihren Händen gegeben haben. Weiterlesen

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Zu einer unerklärlichen (?) Fermaten-Notation in Mozarts Streichquartett KV 428

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Dass Mozart, sofern er sorgfältig schreibt, graphisch zwischen dem Punkt und dem Strich unterscheidet, sollte für jeden, der seine Handschrift kennt, unstrittig sein. Welche aufführungspraktische Bedeutung diese graphische Unterscheidung zwischen Punkt und Strich allerdings haben mag oder nicht, darüber soll an dieser Stelle nicht gestritten werden. Heute will ich eine äußerst merkwürdige „Strich“-Notation Mozarts präsentieren. Weiterlesen

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Der Nussknacker in Ballett und Film

Der Nussknacker ist mit der Weihnachtszeit so eng verbunden wie Bachs Weihnachtsoratorium, der Weihnachtsbaum und Lebkuchen. Ein Ballettbesuch gehört für viele Klassikbegeisterte zur festen Tradition. Weiterlesen

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40 oder 42? Rodolphe Kreutzers Etüden als Urtextausgabe

Rodolphe Kreutzer (17661831)

Die Unterschiede könnten größer nicht sein: Ediert man ein Werk der Großen aus Klassik und Romantik, kann man in der Vorbereitung auf eine Fülle von Informationen aus einem Meer von wissenschaftlicher Literatur zurückgreifen. Wendet man sich Komponisten zu, die im Repertoire schon lange nur noch durch wenige oder gar ein einziges Werk verankert sind, steht man häufig vor dem Nichts! Rodolphe Kreutzer ist fast so ein Fall. Weiterlesen

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Debussy im Urtext – Teil 6: Interview mit Pascal Rogé

Pascal Rogé

Im letzten Teil unserer kleinen Serie wollen wir unsere Debussy-Editionen einem Praxistest unterziehen. Und wer könnte dafür geeigneter sein als der französische Pianist Pascal Rogé, der seit Jahrzehnten mit seinen Konzerten und Einspielungen französischer Musik des 19. und 20. Jahrhunderts Maßstäbe setzt und 2010 eine von der Fachpresse hochgelobte Gesamteinspielung von Debussys Klavierwerken abschließen konnte. Weiterlesen

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Eine Träne für oder von Rossini?

Gioacchino Rossini (17921868)

Am 13. November jährt sich Gioacchino Rossinis Todestag zum 150. Mal, da kann man schon mal eine Träne vergießen! Und wir bei Henle liefern dafür sogar ein Stück vom Meister selbst, nämlich „Une larme“ (Eine Träne) für Kontrabass und Klavier. Rossini widmete diese schwermütige musikalische Miniatur 1858 einem verstorbenen Freund – warum sie unserem Herausgeber Tobias Glöckler aber trotzdem zur Freude gereicht, erklärte er mir im Gespräch. Weiterlesen

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Rachmaninow revidiert Rachmaninow. Zu den zwei Fassungen der 2. Klaviersonate op. 36

Sergej Rachmaninow (1873–1943)

In meinem letzten Blog bin ich auf die Entstehungsgeschichte von Rachmaninows 2. Klaviersonate und ihren Uraufführungsort eingegangen, heute möchte ich mich einigen musikalischen Problemen in diesem Werk widmen. Oder eigentlich: in diesen beiden Werken, denn bekanntlich liegt die Sonate in zwei deutlich voneinander abweichenden Fassungen (von 1913 und 1931) vor, die beide vom Komponisten autorisiert und veröffentlicht wurden. Weiterlesen

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Von der Skizze zur Erstausgabe: die (fast) lückenlose Quellendokumentation der Violinsonate von Edward Elgar

Edward Elgar (1857–1934)

Viele Urtextausgaben und deren Quellen wandern über den Tisch eines Lektors im G. Henle Verlag – aber selten hat man es mit einer derart umfassenden Quellendokumentation zu tun, wie dies bei Elgars Violinsonate der Fall ist. Fast jeder Entstehungsschritt des Werkes lässt sich heute noch nachvollziehen, und dennoch standen Herausgeber und Lektor auch bei der Vorbereitung dieser Ausgabe immer wieder vor ungelösten Fragen – wie konnte das sein? Weiterlesen

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„Ein Prosit der Gemütlichkeit!“. Vier berühmte Komponisten auf der Wiesn

Gestern Abend war ich einmal mehr auf dem weltberühmten Münchener Oktoberfest und saß im Festzelt bei einer guten Mass Bier. Mir gegenüber saßen vier (schon ziemlich lustige) Männer, die sich als „ewige Musikanten“ vorstellten. Deren Namen konnte ich nicht so richtig verstehen (im Zelt wurde nämlich von der Kapelle sehr laut „Musik“ gespielt). Aber ihr Aussehen und ihre Gespräche kamen mir irgendwie seltsam, ja „altmodisch“ vor – und plötzlich war mir klar, WER da an meinem Tisch saß. Kaum zu glauben, aber wahr! Weiterlesen

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Debussy im Urtext – Teil 5: Fahnenkorrekturen zum Klavierstück „Masques“

Korrektur von Debussy in der Fahne von Masques.

Natürlich wünscht sich jeder Herausgeber einer Urtext-Edition eine möglichst lückenlose Quellenüberlieferung, angefangen von den ersten Skizzen eines Werks bis hin zur letzten zu Lebzeiten erschienenen und autorisierten Ausgabe. Ein besonders wichtiges Glied in dieser Kette stellen die autographen Korrekturen von Fahnenabzügen dar, da sie das Bindeglied zwischen Stichvorlage und Erstausgabe bilden und mithelfen, Abweichungen zwischen diesen beiden Quellen zu erklären. Weiterlesen

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