Ist das noch Urtext? Zu einer oft gespielten Variante in Sarasates „Carmen-Fantasie“

Titelblatt des Autographs von Sarasates Carmen-Fantasie

Der Erfolg eines neuen Bühnenwerks hängt bis heute wesentlich davon ab, ob sich einzelne Szenen, Ensembles oder Lieder so stark einprägen, dass sie zu Ohrwürmern werden. Die anhaltende Popularität von Georges Bizets Carmen verdankt sich zweifellos ein Stück weit solchen einprägsamen Nummern, an denen es der Oper bekanntlich nicht mangelt. Die Premiere am 3. März 1875 in der Pariser Opéra-Comique und die Wiederholungen unmittelbar danach brachten zwar nicht den erhofften großen Erfolg, aber ab Herbst 1875 begann ein beispielloser Triumphzug über die europäischen Bühnen – den der drei Monate nach der Uraufführung gestorbene Bizet allerdings nicht mehr erleben konnte. Weiterlesen

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Karneval: Henle goes green – Umweltschutz und Tierrettung bei Henle

Plastikmüll und Klimawandel, Verkümmerung der Artenvielfalt… – Es ist wirklich an der Zeit etwas zu tun! Auch der G. Henle Verlag will sich seiner Verantwortung stellen, und so haben wir unter dem Motto „Henle goes green“ Plastiktüten gegen Papiertüten ausgetauscht und verwenden für unsere Urtextausgaben nur noch Papier mit FSC-Siegel. Für mehr Informationen siehe unsere Facebookposts vom 23.01.2019 und 15.02.2019 zu diesem Thema. Weiterlesen

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Grenzen der Moderne – Zur Urtextausgabe von Schumanns “Myrthen” op. 25

Angesichts der Tatsache, dass gerade bei Werken des 19. Jahrhunderts die Erstausgabe oft die wichtigste Quelle für die Edition ist, könnte man die Frage aufwerfen, warum wir unsere Urtextausgaben überhaupt neu setzen – wo man doch so schön den Originaldruck abbilden und die paar Fehler, die darin sind, einfach durch eine Retusche korrigieren könnte. Aber mal ganz abgesehen davon, dass die nötigen Korrekturen in vielen Fällen eben doch gar nicht im originalen Layout realisierbar wären, kommt hier das Wörtchen „modern“ ins Spiel, mit dem sich (auch) unsere Urtextausgaben schmücken. Weiterlesen

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Fassung bewahren! Oder: Hat Brahms jemals sein Horntrio überarbeitet?

Vor einigen Tagen brachte mich eine Kundenanfrage kurz ins Grübeln: Ob denn unsere neue Edition des Horntrios Es-dur op. 40 (HN 811) von Johannes Brahms die erste Fassung von 1866 oder die zweite Fassung von 1891 wiedergebe? Eine spätere Überarbeitung eines Trios, das gibt es bei Brahms doch nur beim H‑dur-Trio op. 8 – oder etwa doch nicht…? Weiterlesen

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Zehn auf einen Streich – Skrjabins Klaviersonaten in einem Band

Manch ein Henle-Fan, der sich in unserem Urtext-Katalog auskennt, wird wissen, dass einige Werke bei uns „doppelt“ erhältlich sind: Sowohl als Einzelausgabe als auch innerhalb eines Sammelbandes. Als Urtext-Verlag sind wir der Quellenüberlieferung verpflichtet, und daher geben wir im Normalfall Werke so heraus, wie die Komponisten sie nun einmal aus ihren Händen gegeben haben. Weiterlesen

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Zu einer unerklärlichen (?) Fermaten-Notation in Mozarts Streichquartett KV 428

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Dass Mozart, sofern er sorgfältig schreibt, graphisch zwischen dem Punkt und dem Strich unterscheidet, sollte für jeden, der seine Handschrift kennt, unstrittig sein. Welche aufführungspraktische Bedeutung diese graphische Unterscheidung zwischen Punkt und Strich allerdings haben mag oder nicht, darüber soll an dieser Stelle nicht gestritten werden. Heute will ich eine äußerst merkwürdige „Strich“-Notation Mozarts präsentieren. Weiterlesen

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Der Nussknacker in Ballett und Film

Der Nussknacker ist mit der Weihnachtszeit so eng verbunden wie Bachs Weihnachtsoratorium, der Weihnachtsbaum und Lebkuchen. Ein Ballettbesuch gehört für viele Klassikbegeisterte zur festen Tradition. Weiterlesen

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40 oder 42? Rodolphe Kreutzers Etüden als Urtextausgabe

Rodolphe Kreutzer (17661831)

Die Unterschiede könnten größer nicht sein: Ediert man ein Werk der Großen aus Klassik und Romantik, kann man in der Vorbereitung auf eine Fülle von Informationen aus einem Meer von wissenschaftlicher Literatur zurückgreifen. Wendet man sich Komponisten zu, die im Repertoire schon lange nur noch durch wenige oder gar ein einziges Werk verankert sind, steht man häufig vor dem Nichts! Rodolphe Kreutzer ist fast so ein Fall. Weiterlesen

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Debussy im Urtext – Teil 6: Interview mit Pascal Rogé

Pascal Rogé

Im letzten Teil unserer kleinen Serie wollen wir unsere Debussy-Editionen einem Praxistest unterziehen. Und wer könnte dafür geeigneter sein als der französische Pianist Pascal Rogé, der seit Jahrzehnten mit seinen Konzerten und Einspielungen französischer Musik des 19. und 20. Jahrhunderts Maßstäbe setzt und 2010 eine von der Fachpresse hochgelobte Gesamteinspielung von Debussys Klavierwerken abschließen konnte. Weiterlesen

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Eine Träne für oder von Rossini?

Gioacchino Rossini (17921868)

Am 13. November jährt sich Gioacchino Rossinis Todestag zum 150. Mal, da kann man schon mal eine Träne vergießen! Und wir bei Henle liefern dafür sogar ein Stück vom Meister selbst, nämlich „Une larme“ (Eine Träne) für Kontrabass und Klavier. Rossini widmete diese schwermütige musikalische Miniatur 1858 einem verstorbenen Freund – warum sie unserem Herausgeber Tobias Glöckler aber trotzdem zur Freude gereicht, erklärte er mir im Gespräch. Weiterlesen

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