Neues für die Klarinette – Brahms und Gade

Bei unseren Neuausgaben der letzten Zeit wurde auch die Klarinette wieder mit zwei wichtigen Werken aus ihrem Repertoire bedacht, so dass sich unser Holzbläserkatalog stetig erweitert.

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„Lunga e laboriosa fattica“ – Deutungsversuche zum c-moll-Trio aus dem Streichquartett KV 465/III von Mozart

Sofern die Komponisten-Handschrift, das Autograph, eines musikalischen Werks überliefert ist, hat man die einmalige Gelegenheit, dem Schöpfer beim Niederschreiben seiner Gedanken „über die Schulter zu schauen“. Geheimnisse des Schöpfungsprozesses offenbaren sich dem Betrachter allerdings nur dann, wenn er Fragen an den vorgefundenen handschriftlichen Text stellen kann, die über rein editorisch-philologische hinausgehen. Meiner festen Überzeugung nach bieten sich hierbei vor allem autographe Korrekturen als idealer Einstieg an. Die musikanalytisch-neugierige Frage nach dem „Warum?“ einer Korrektur in qualitativer Hinsicht öffnet ein sonst für immer verschlossenes Tor. Weiterlesen

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Viva la música española – Spanische Musik in Henle-Urtextausgaben

Manuel de Falla, Noches en los jardines de España, Titelblatt der Erstausgabe

Im 19. Jahrhundert entstanden in fast ganz Europa spezifische, von der eigenen Volksmusik inspirierte Nationalstile. In Spanien vollzog sich diese Entwicklung erst relativ spät, und kurioserweise waren es zunächst französische Komponisten, die mit Werken im spanischen Kolorit – man denke an Georges Bizets Carmen oder Édouard Lalos Symphonie espagnole – großen Erfolg hatten. Erst ab etwa 1880 traten auch gebürtige Spanier mit entsprechenden Werken ins Bewusstsein von Publikum und Kritik. Der Bogen reicht von Pablo de Sarasate über Isaac Albéniz und Enrique Granados bis zu Manuel de Falla. Weiterlesen

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„Eine kleine Frühlingsweise“ – endlich im Urtext!

Manch ein Leser wird denken, ich hätte mich in der Jahreszeit geirrt: Zum Herbstbeginn ein Frühlingsblog?

Mein unzeitgemäßer Beitrag hat aber einen Anlass. Im G. Henle Verlag steht nämlich eine Ausgabe kurz vor Veröffentlichung, die ein kleines Stück enthält, das die meisten von uns vermutlich als die „Frühlingsweise“ der Comedian Harmonists kennen (Bearbeitung einer Liedversion, Text von Hans Lengsfelder). Was steckt aber hinter diesem Ohrwurm, und was hat er mit dem G. Henle Verlag zu tun? Weiterlesen

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Sturm – Les Adieux – Hammerklavier. Sinn und Unsinn der Namensgebung bei Beethovens Klaviersonaten, 2. Teil

Im ersten Teil meines Blog-Beitrags zu den bekannten Beinamen der Klaviersonaten Beethovens habe ich die authentischen, vom Komponisten selbst vergebenen Titel unter die Lupe genommen. Heute möchte ich über diejenigen populären Titel berichten, die mit Beethoven wohl nichts zu tun haben, aber dennoch in aller Munde sind.

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„Aber im Autograph steht doch…“ – über eine häufig gestellte Frage zu unseren Urtext-Ausgaben

Gehören Sie auch zu den Handschriften-Jägern im Internet? Es ist ja schier unglaublich, wie viele Musik-Autographen dort in den letzten Jahren frei zugänglich geworden sind. Ob man Komponisten-Seiten wie Schubert-online oder Bach-Digital besucht oder die entsprechenden Portale großer (und auch kleiner!) Bibliotheken durchstöbert: Von der Matthäus-Passion bis zu Beethovens Neunter findet man jede Menge spannender Lektüre – die natürlich auch immer zum Vergleich mit unseren Urtext-Ausgaben reizt. Weiterlesen

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Sommerpause

Es ist mal wieder so weit: Die Sommerpause für unser Blog beginnt. Weiterlesen

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„Jeder nur ein Kreuz“… Fehlt ein Vorzeichen in Mozarts Klavier­variationen KV 265?

Immer wieder Mozart: Im letzten Blog vor zwei Wochen ging es um ein kleines rhythmisches Problem in seinem d-moll-Streichquartett, heute soll ein fragliches Vorzeichen in einem seiner bekanntesten Klavierwerke im Mittelpunkt stehen. Eine interessante Kundenanfrage stieß uns auf die folgende Stelle in Mozarts Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je Maman“ KV 265. Weiterlesen

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Durchgehend „lombardisch“? Zu einem winzigen Textproblem in Mozarts d-moll-Streichquartett KV 421

Das ungemein heitere D-dur-Trio aus dem Menuett von Mozarts sonst so düster-dramatischem d-moll-Streichquartett KV 421 gehört schon immer zu meinen Lieblingsstücken. Die erste Violine, begleitet von simpler „pizzicato“-Begleitung der Unterstimmen, spielt dabei raffiniert mit Volksmusik-Anklängen: zum einen stimmt sie ganz offenkundig einen Jodler an, erkennbar an der simplen Dreiklangsmelodik, bei der gewissermaßen die Bruststimme immer wieder in die „Kopfstimme“ umschlägt, eben wie bei einem echten alpenländischen Jodler; zum andern durchzieht den ganzen Satz geradezu prototypisch der sogenannte „lombardische“ Rhythmus, untrügliches Kennzeichen etwa für schottische, ungarische oder slawische Volksmusik (erkennbar am umgekehrt punktierten, synkopischen Rhythmus): Weiterlesen

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„Der künftige Löwe zeigt bereits seine Pranken“ – Zur Revision von Beethovens Klaviervariationen Band I

Der G. Henle Verlag ist dafür bekannt, seine älteren Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls auf den aktuellen Stand zu bringen. Zuletzt wurde hier im Blog über die revidierte Neuausgabe von César Francks Violinsonate berichtet. Heute möchte ich auf die Revision von Beethovens Klaviervariationen hinweisen, deren erster Teil in Kürze erscheinen wird (HN 1267). Weiterlesen

Veröffentlicht unter Beethoven, Ludwig van, Klavier solo, Montagsbeitrag, Revision, Variationen WoO 63 (Beethoven), Variationen WoO 65 (Beethoven) | Verschlagwortet mit , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar