Verwirrung um Chopins Scherzi – Folge 2&3

Frédéric Chopin (1810–1849)

Im meinem Blog-Beitrag vom 21. März 2016 habe ich die „Verwirrung“ beklagt, die um Haltebögen in Chopins 1. Scherzo besteht. Inzwischen bin ich, salopp formuliert, 2 Scherzi weiter, um 2 Scherzi gealtert – und leider deutlich verwirrter. Das 2. Scherzo op. 31 und das 3. Scherzo op. 39 sind soeben in meiner Neu-Edition erschienen. Es liegt daher nahe, erneut aus der Chopin-Werkstatt zu berichten und ein paar Schlaglichter auf Probleme dieser Ausgaben zu werfen. Also: Verwirrung – Folge 2&3! Weiterlesen

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Morgen kommt der Weihnachtsmann

Lichter funkeln, Kerzen leuchten, Kinderaugen strahlen… Es ist mal wieder Weihnachten. Die Vorfreude der Kinder steigt, sie warten auf den Weihnachtsmann, der ihnen doch bitte, bitte viele Geschenke bringen soll. Weiterlesen

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Autographe und überprüfte Abschriften zu Ludwig van Beethovens Klaviersonaten – ein Überblick

Ein Werk Beethovens nur auf der Basis eines Erstdrucks zu edieren, stellt jeden Herausgeber einer wissenschaftlichen Ausgabe vor große Herausforderungen. Der Notentext der Komposition steht dann nur in einem mehr oder weniger fehlerbehafteten Zustand für die Edition zur Verfügung. Ist das Autograph überliefert, und vielleicht noch weitere handschriftliche Quellen vorhanden – z.B. die Stichvorlagen für den Erstdruck, die der Komponist selbst überprüft hat –, so kann man dem Ziel eines gesicherten Notentextes einen deutlichen Schritt näher kommen. Aber leider, leider ist die Situation für die Klaviersonaten Beethovens nicht gerade rosig. Weiterlesen

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Die vielen Fußnoten der Rosamunde

Franz Schubert (1797–1828)

Aller guten Dinge sind drei – das gilt jetzt auch für Schuberts Streichquartette bei Henle, denn nach „Der Tod und das Mädchen“ D 810 (HN 9626) und dem vor einigen Jahren erschienenen G-dur-Quartett D 887 (HN 9850) ist nun mit dem Rosamunde-Quartett D 804 (HN 9849) auch das letzte der drei großen Streichquartette in unserem Katalog vertreten, mit denen der Komponist sich 1824 nach eigener Aussage „den Weg zur großen Sinfonie bahnen“ wollte. Wer schon einen Blick in unsere Ausgabe geworfen hat, wird vielleicht überrascht sein, hier die bei Henle ja mit Bedacht nur sehr sparsam gesetzten Fußnoten auf fast jeder Seite zu entdecken. Gibt es denn wirklich so viel zu kommentieren bei diesem Quartett? Weiterlesen

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Neues für die Klarinette – Brahms und Gade

Bei unseren Neuausgaben der letzten Zeit wurde auch die Klarinette wieder mit zwei wichtigen Werken aus ihrem Repertoire bedacht, so dass sich unser Holzbläserkatalog stetig erweitert.

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„Lunga e laboriosa fattica“ – Deutungsversuche zum c-moll-Trio aus dem Streichquartett KV 465/III von Mozart

Sofern die Komponisten-Handschrift, das Autograph, eines musikalischen Werks überliefert ist, hat man die einmalige Gelegenheit, dem Schöpfer beim Niederschreiben seiner Gedanken „über die Schulter zu schauen“. Geheimnisse des Schöpfungsprozesses offenbaren sich dem Betrachter allerdings nur dann, wenn er Fragen an den vorgefundenen handschriftlichen Text stellen kann, die über rein editorisch-philologische hinausgehen. Meiner festen Überzeugung nach bieten sich hierbei vor allem autographe Korrekturen als idealer Einstieg an. Die musikanalytisch-neugierige Frage nach dem „Warum?“ einer Korrektur in qualitativer Hinsicht öffnet ein sonst für immer verschlossenes Tor. Weiterlesen

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Viva la música española – Spanische Musik in Henle-Urtextausgaben

Manuel de Falla, Noches en los jardines de España, Titelblatt der Erstausgabe

Im 19. Jahrhundert entstanden in fast ganz Europa spezifische, von der eigenen Volksmusik inspirierte Nationalstile. In Spanien vollzog sich diese Entwicklung erst relativ spät, und kurioserweise waren es zunächst französische Komponisten, die mit Werken im spanischen Kolorit – man denke an Georges Bizets Carmen oder Édouard Lalos Symphonie espagnole – großen Erfolg hatten. Erst ab etwa 1880 traten auch gebürtige Spanier mit entsprechenden Werken ins Bewusstsein von Publikum und Kritik. Der Bogen reicht von Pablo de Sarasate über Isaac Albéniz und Enrique Granados bis zu Manuel de Falla. Weiterlesen

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„Eine kleine Frühlingsweise“ – endlich im Urtext!

Manch ein Leser wird denken, ich hätte mich in der Jahreszeit geirrt: Zum Herbstbeginn ein Frühlingsblog?

Mein unzeitgemäßer Beitrag hat aber einen Anlass. Im G. Henle Verlag wurde gerade eine Ausgabe veröffentlicht, die ein kleines Stück enthält, das die meisten von uns vermutlich als die „Frühlingsweise“ der Comedian Harmonists kennen (Bearbeitung einer Liedversion, Text von Hans Lengsfelder). Was steckt aber hinter diesem Ohrwurm, und was hat er mit dem G. Henle Verlag zu tun? Weiterlesen

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Sturm – Les Adieux – Hammerklavier. Sinn und Unsinn der Namensgebung bei Beethovens Klaviersonaten, 2. Teil

Im ersten Teil meines Blog-Beitrags zu den bekannten Beinamen der Klaviersonaten Beethovens habe ich die authentischen, vom Komponisten selbst vergebenen Titel unter die Lupe genommen. Heute möchte ich über diejenigen populären Titel berichten, die mit Beethoven wohl nichts zu tun haben, aber dennoch in aller Munde sind.

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„Aber im Autograph steht doch…“ – über eine häufig gestellte Frage zu unseren Urtext-Ausgaben

Gehören Sie auch zu den Handschriften-Jägern im Internet? Es ist ja schier unglaublich, wie viele Musik-Autographen dort in den letzten Jahren frei zugänglich geworden sind. Ob man Komponisten-Seiten wie Schubert-online oder Bach-Digital besucht oder die entsprechenden Portale großer (und auch kleiner!) Bibliotheken durchstöbert: Von der Matthäus-Passion bis zu Beethovens Neunter findet man jede Menge spannender Lektüre – die natürlich auch immer zum Vergleich mit unseren Urtext-Ausgaben reizt. Weiterlesen

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