Sommerpause

Was wäre die Musik ohne Pausen?

Wir schließen uns an und legen mit den Blogtexten eine kleine Sommerpause ein.

Freuen Sie sich auf den nächsten Beitrag am 15. September 2014!

G. Henle Verlag

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Franz Xaver goes Henle: Franz Xaver Wolfgang Mozart zum 170. Todestag (29. Juli 2014)

Franz Xaver Wolfgang Mozart, 1825 (Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Franz Xaver Wolfgang Mozart, 1825 (Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Dass Henle ein Mozart-Verlag ist, dürfte nichts Neues sein. Seit 2011 sind wir dies jedoch im doppelten Sinn. Unser Katalog bietet nicht nur die großen Klavier- und Kammermusikwerke sowie Solokonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, sondern seit 2011 auch Urtextausgaben von Werken Franz Xaver Wolfgang Mozarts, des jüngsten Sohnes des berühmten WAM.

Franz Xaver Wolfgang Mozart (1791–1844) war erst vier Monate alt, als sein Vater starb. Man setzte große Hoffnungen in den Sprössling und versuchte alles, um den Nachkommen in die Fußstapfen seines Vaters treten zu lassen. Er erhielt eine ausgezeichnete musikalische Ausbildung und nannte sich selbst schon bald nur noch „W. A. Mozart Sohn“ – eine Fehlentscheidung, denn es überrascht kaum, dass dieses Erbe eher zur Last als zur Chance wurde. Weiterlesen

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Wohin mit dem Schlüssel? Zu einer Problemstelle in Schumanns F-dur-Streichquartett op. 41 Nr. 2

Abb. 1: aus: Wilhelm Busch, „Eine kalte Geschichte” (1878)

Abb. 1: aus: Wilhelm Busch, „Eine kalte Geschichte” (1878)

Freunde des Humoristen Wilhelm Busch erinnern sich sicherlich an die Geschichte vom Meister Zwiel, der, in einer kalten Winternacht von einem Wirtshausbesuch zurückgekehrt, vor der Haustüre steht und vergeblich das Schlüsselloch für seinen bereit gehaltenen Schlüssel sucht.

Die Geschichte geht tragisch aus: Meister Zwiel verliert den Schlüssel und fällt auf der Suche nach ihm in ein Wasserfass, in dem er schließlich erfriert.

Ganz so gefährlich ist das Finale von Robert Schumanns Streichquartett F-dur op. 41 Nr. 2 für Bratschisten zwar nicht, aber es gibt eine Verbindung zu Meister Zwiel. Denn auch die Musiker haben gleichsam einen Schlüssel in der Hand, müssen aber das passende Schlüsselloch – sprich: die richtige Position für den Schlüssel – suchen. Weiterlesen

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Ohne Worte, aber mit Vorwort – Neues zu Rachmaninows „Vocalise“

Betrachtet man die Themen der inzwischen über 70 Beiträge dieses Blogs, so befassen sich die meisten mit Fragen der musikalischen Notation – Vorzeichen, Tonhöhen oder Angaben zu Artikulation und Dynamik. Das ist natürlich nicht verwunderlich, steht doch die Arbeit mit den musikalischen Quellen und die Erstellung eines korrekten und verlässlichen Notentexts im Mittelpunkt unserer Arbeit. Weiterlesen

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Ein „neues“ Mozart-Werk. Zur c-moll-„Fantasie“ (KV 396/385f) in originaler Besetzung für Violine und Klavier

Im Jahre 1821 trafen drei berühmte Persönlichkeiten in Weimar zusammen: Goethe, Mendelssohn Bartholdy und Mozart. Mozart natürlich nicht leibhaftig, sondern in Form einer Originalhandschrift, die damals Goethe besaß (und die er eigenhändig auf Seite 2 mit „Mozart.“ kennzeichnete): Weiterlesen

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Klarinette – Oboe – Horn. Neue Kammermusik von Carl Nielsen im Henle-Programm

Carl Nielsen (1865–1931) ist wohl zumeist als herausragender Symphoniker bekannt. Seine sehr ernsten, auch an der Welt und an sich krankenden Werke haben ihm nicht zuletzt den Spitznamen des „dänischen Strauß“ eingebracht. Der Henle-Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, die etwas andere kammermusikalische Seite dieses Komponisten zu zeigen und wird demnächst drei Bläserstücke mit Klavierbegleitung aus dessen frühen bis mittleren Schaffensphase herausbringen. Weiterlesen

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Mindestens haltbar bis… Wie lange gilt ein Vorzeichen?

Musiker unserer Tage mögen die oben gestellte Frage mit hochgezogenen Augenbrauen quittieren. Ist doch klar – Generalvorzeichnung gilt immer und für alle Oktavlagen, es sei denn sie wird durch Auflösungszeichen aufgehoben. Ein im Takt gesetztes Vorzeichen gilt genau für diese Note und für den ganzen Takt – nicht länger und nicht kürzer. Aber das war nicht immer so.

Zu Johann Sebastian Bachs Zeiten etwa galten andere Regeln. Generalvorzeichnung wurde zwar genauso gehandhabt wie in der heutigen Zeit, das im Takt gesetzte Vorzeichen galt jedoch nur für diese eine Note. Sollte die gleiche Note später im Takt noch einmal vorkommen, so musste das Vorzeichen erneut gesetzt werden, wenn es weiter gültig sein sollte. Weiterlesen

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Die Akzent-Frage bei Schubert. Ein altes Thema mit neuen Variationen

Franz Schubert (Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Franz Schubert
(Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Wer sich mit Autographen Schuberts beschäftigt, stößt über kurz oder lang unweigerlich auf die berühmte Akzent-Frage, genauer gesagt: auf die Frage, ob an dieser oder jener Stelle mit dem notierten Zeichen ein Akzent oder eine Decrescendogabel gemeint ist. Während der moderne Notensatz beide Zeichen sehr deutlich voneinander trennt – der Akzent wird direkt zum Notenkopf gesetzt, die Gabel unter oder über das System –, sind sie entstehungsgeschichtlich eng verwandt. Als im auslaufenden 18. Jahrhundert die Schwellzeichen (Crescendo- und Decrescendogabel) als Alternative oder als Ersatz für die ausgeschriebenen Anweisungen crescendo und decrescendo aufkamen, entwickelte sich das Zeichen > als verkürzte Decrescendogabel. Der Zusammenhang wird etwa in Liedern Beethovens anschaulich. Weiterlesen

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„Diener zweier Herren“ – wenn der Herausgeber zwischen zwei Komponisten steht

Der Grundgedanke hinter einer Urtext-Ausgabe ist bekanntlich, eine Komposition so herauszugeben, dass sie dem Willen des Autors entspricht, in der Regel in der abschließenden „Fassung letzter Hand“. Doch wie geht man damit um, wenn man es mit zwei Willen und einem letzten Händepaar zu tun hat…? Weiterlesen

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Zuhörer sind auch nur Menschen

Bemerkungen zur Notwendigkeit von Körpersprache beim Klavierspiel

Wilhelm Busch: „Der Virtuos“, 1865 (Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Wilhelm Busch: „Der Virtuos“, 1865 (Quelle: Wikimedia.org, Lizenz: PD)

Heute mal ein ganz und gar praktisches Thema für uns Klavierspieler und Pianisten: Vielleicht hat es sich noch nicht überall herumgesprochen: Es kommt beim Klavierspiel mehr auf das Auge als auf’s Ohr an! Als Klavierspieler/in hat man nur dann reelle Chancen auf einen Wettbewerbsgewinn, wenn man sein Spiel durch starke Körperbewegungen und Mimik verstärkt. Eine aktuelle, angeblich seriöse Studie beweist es: Laien wie Fachleute kürten nämlich beim bloßen Zusehen von tonlosen (!) Wettbewerbsaufnahmen dieselben (!) Gewinner wie die Fachjury desselben Wettbewerbs. Anders gesagt: Solides Klavierspiel vorausgesetzt entscheidet das Auge, nicht das Ohr. Oder noch anders: Die Jury hätte auch mit Ohropax in den Ohren dieselben Gewinner nominiert. Das gibt nun wirklich zu denken… Weiterlesen

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