„Am Klavier“ – bringt Farbe in den Henle-Katalog!


Es ist allein schon grafisch eine kleine Revolution: nach fast 70 Jahren Verlagsgeschichte bringen wir zum ersten Mal eine Reihe von Urtext-Klavierausgaben nicht im klassisch-blauen Gewand heraus, sondern setzen gewissermaßen ein gelbes Ausrufezeichen auf das Cover. Und das mit gutem Grund, denn unsere neue Reihe „Am Klavier“ geht in vieler Hinsicht neue Wege. Weiterlesen

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Musiker und der G. Henle Verlag. Ein traditionell enges Verhältnis

Vielleicht bin ich ein wenig altmodisch: ich mag Gästebücher. Ja, in Zeiten von Facebook und Twitter ist das altmodisch. Aber Tweets und Posts vergehen schnell – das Gästebuch bleibt. Fast jedes Mal, wenn ein Musiker zu uns in den Verlag kommt, reiche ich ihm oder ihr das schöne ledergebundene Gästebuch für einen kleinen Erinnerungseintrag. Es ist schier unglaublich, wer uns in den vielen Jahrzehnten in München schon besucht hat. Jeder Eintrag hat seine ganz eigene Handschrift und natürlich unterscheiden sich auch die Einträge inhaltlich: sie können humorvoll sein, oder sie zeigen ganz schlicht nur Datum oder Unterschrift, oder sie loben unsere Urtextausgaben. (Besonders letztere lese ich natürlich am liebsten.)

Aufgeschlagen ist hier zum Beispiel eine Seite, beschrieben von der wundervollen japanisch-britischen Pianistin Mitsuko Uchida:

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„Es würde mich freuen, dieses Stück bald veröffentlicht zu sehen“ – Zur Erstausgabe von Liszts Bearbeitung der Ouvertüre zu Wagners „Tannhäuser“

Das 19. Jahrhundert ist reich an Künstlerfreundschaften. Diejenige zwischen Franz Liszt und Richard Wagner hebt sich nicht nur durch die Bedeutung ihres musikalischen Schaffens, ihre komplexen persönlichen Beziehungen, sondern auch durch ein markantes Ungleichgewicht bezüglich Geben und Nehmen hervor. Pointiert gesagt: Der eine, Liszt, bewunderte, der andere, Wagner, ließ sich bewundern. Liszts Einsatz für Wagners Opern und Musikdramen, für die er vorbehaltlose Begeisterung empfand, kannte keine Grenzen, während Wagner Liszts Werke, von den Symphonischen Dichtungen abgesehen, kaum zur Kenntnis nahm und allenfalls aus Dankbarkeit für die ihm zuteil gewordene Hilfe lobend anerkannte.

Illustration: Aline Bureau

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Luxus für die Continuo-Gruppe – Teil II: Telemann

Vor fast drei Jahren, am 17.2.2014 erschien mein Blog-Beitrag zu einer luxuriös ausgestatteten Henle-Urtextedition von Bachs Triosonate BWV 1038. Damals schrieb ich, wir rüsteten Nachdrucke barocker Kammermusik auf, um auch diese mit Continuo-Partitur, zusätzlicher Basso-Stimme etc. auszustatten. Was in diesem Beitrag unerwähnt blieb, sich aber eigentlich von selbst versteht: Auch Neuausgaben in Continuo-Besetzung erhalten die thematisierte opulente Ausstattung. Kürzlich ist mal wieder eine derartige Luxus-Ausgabe erschienen, und darauf möchte ich an dieser Stelle hinweisen: Telemanns Methodische Sonaten, Teil I, mit den Sonaten 1–6 (HN 1266). Weiterlesen

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Alle Jahre wieder – kommt die Fünfte Jahreszeit!

In diesen Tagen wird weltweit wieder Karneval gefeiert, und den Höhepunkt bildet natürlich der jeweilige Umzug mit möglichst originellen Kostümen und Masken. Der G. Henle Verlag darf da nicht zurück stehen. Das Highlight in der Forstenrieder Allee in München ist daher der Umzug der kostümierten Urtext-Editionen durchs Haus.

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Ein Jahr Henle Library App – ein Jahr digitaler Urtext!

Am 3. Februar 2016 – zum 117. Geburtstag unseres Verlagsgründers Günter Henle – erblickte die Henle Library App das Licht der Welt. Ein Jahr später dürfen wir stolz sein: Sie hat eingeschlagen in der Musikwelt! Tausende Musiker nutzen sie regelmäßig und sind begeistert, besonders von einem zentralen Feature: Den frei auswählbaren Fingersätzen großer Instrumentalisten.

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Ein neuer Stern am Gesamtausgabenhimmel – die Kritische Gesamtausgabe der Werke von Béla Bartók bei Henle

Nach fast drei Jahrzehnten war die Zeit reif für eine neue Gesamtausgabe bei Henle – und so haben Beethoven, Haydn und Brahms 2016 mit Béla Bartók Zuwachs bekommen. In einem früheren Blog haben wir anlässlich der Urtext-Ausgabe von Bartóks Allegro barbaro (HN 1400) schon mal einen „Blick durch’s Schlüsselloch“ auf die Gesamtausgabe geworfen, die wir in Kooperation mit Editio Musica Budapest herausgeben. Aber nun hat sich die Tür geöffnet: Vor wenigen Wochen erschien mit „Für Kinder“ (HN 6200) der erste Band der Kritischen Gesamtausgabe Béla Bartók, den wir uns nun mit dem Herausgeber des Bandes und Leiter der Gesamtausgabe, László Vikárius, einmal genauer ansehen wollen.


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Urtext von A bis Z! Wissenswertes zu unserer Neuedition von Alexander Zemlinskys Klarinettentrio op. 3

Mit unserer frisch erschienenen Urtext-Ausgabe des hinreißend „brahmsischen“ Klarinettentrios Opus 3 von Alexander Zemlinsky (HN 578) schließen wir gleich zwei Lücken. Zum einen fügen wir damit unserem Angebot für diese klassische Besetzung Klarinette, Klavier und Cello (oder Viola) ein wichtiges Werk hinzu, das sich zusammen mit Mozarts „Kegelstatt-Trio“ KV 498, Beethovens „Gassenhauer-Trio“ op. 11 und Brahms’ Trio op. 114 in illustrer Gesellschaft befindet (nicht zu vergessen Schumanns Märchenerzählungen op. 132 und Max Bruchs Acht Stücke op. 83 für die gleiche Besetzung). Außerdem hat unsere erste Edition eines Werks von Zemlinsky den hübschen Nebeneffekt, dass unser umfangreicher Urtextkatalog nun tatsächlich von A(lbéniz) bis Z(emlinsky) reicht… Weiterlesen

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Weihnachts-Blog

Alle Jahre wieder hält nicht nur die Weihnachtszeit, sondern, spätestens seit dem 19. Jahrhundert, auch der Weihnachtsbaum Einzug in die bürgerlichen Wohnungen. Freunde und Verwandte werden geladen, es muss dekoriert und vieles andere organisiert werden. Auch so mancher Komponistenhaushalt blieb davon nicht verschont. Weiterlesen

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Herbstliche Gedanken zum „Bunten Blatt“ in fis-moll von Robert Schumann

Robert Schumann, Bunte Blätter op. 99, Erstausgabe, Robert-Schumann-Haus Zwickau, Archiv-Nr.: 1996.23-D1; der Download des Bildes ist verboten. Zum Vergrößern anklicken.

Ein kleines Geburtstagsgeschenk
für András Schiff (Dezember 2016)

Bunte Blätter überall in den Bäumen und auf den Wegen. Jedenfalls sieht man sie hier, in der Forstenrieder Allee in München, wo der G. Henle Verlag seinen Sitz hat. Bunte Blätter überall – das gibt mir gleich das ideale Stichwort für Schumanns eher seltener gespielte Bunte Blätter op. 99.
E i n  Blatt aus Op. 99 hat es mir dabei besonders angetan, nämlich das vierte in fis-moll („Ziemlich langsam“). Dieses will ich heute besonders intensiv für Sie betrachten. Seine Schlichtheit, gepaart mit seinem melancholischen Reiz macht, finde ich, dieses Blatt besonders attraktiv. Ich bin da in guter Gesellschaft, denn auch Clara Schumann und Johannes Brahms empfanden das so; beide schrieben bekanntlich ausgedehnte Variationen ausgerechnet über dieses eine Blatt:

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