Luxus für die Continuo-Gruppe

Woraus musizieren Continuo-Spieler?

Diese Frage mag zunächst trivial erscheinen. Jeder Pianist hat heutzutage vermutlich schon einmal barocke Kammermusik aus einer Basso-Continuo-Stimme begleitet. Im G. Henle Verlag – und nicht nur bei uns – besteht diese Stimme im Wesentlichen aus einem System für die linke Hand. Es enthält die Bass-Stimme, zumeist mit Ziffern, die angeben, welche Akkorde jeweils in der rechten Hand zu greifen sind. Weiterlesen

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D oder Cis? Was wollte Ravel den Geiger in „Tzigane“ spielen lassen?

Maurice_Ravel_1925

Maurice Ravel (1875-1937), 1925 (Lizenz: PD)

Maurice Ravels Konzertrhapsodie „Tzigane“ liegt bekanntlich in drei Fassungen vor: in der originalen für Violine und Klavier (April/Mai 1924), in der wenig später entstandenen für Violine und Orchester (Juli 1924) sowie in einer Version für Violine und Luthéal (Oktober 1924), eine damals soeben erst entwickelte und rasch wieder aufgegebene Vorrichtung für Saiteninstrumente, die beim Einbau in Klavier oder Flügel die Erzeugung neuer Klangregister ermöglichte, wobei es Ravel hier vor allem auf die klangliche Imitation des ungarischen Cymbals ankam. Weiterlesen

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Ein falsches D geht um die Welt – Rachmaninows cis-moll-Prélude unter der Lupe

Der letzte Blogbeitrag vom 6. Januar hat es schon angedeutet: wir begrüßen Sergej Rachmaninow als neuen Autor im Henle-Katalog! Mit dem Ablauf der Regelschutzfrist am 1.1.2014 sind seine Werke in Deutschland und vielen anderen Ländern der EU und weltweit nun in die Public Domain gefallen, so dass einer kritischen Neuedition seiner Kompositionen nichts mehr im Wege steht. Weiterlesen

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Corelli, La Folia und Rachmaninows Variationen op. 42

Im Mai und Juni 1931 komponierte Sergej Rachmaninow seine berühmten und vielgespielten „Variationen auf ein Thema von Corelli“ op. 42 für Klavier. Nur: Das Thema ist nicht von Corelli! Und wie nennen wir das Kind nun? Vielleicht besser „La Folia“-Variationen … Weiterlesen

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Weihnachts-Blog

Liebe Leser,

wir bedanken uns heute sehr herzlich bei Ihnen für Ihr Interesse am Henle-Blog. Wir freuen uns auch im nächsten Jahr auf Ihre Besuche und versprechen interessante Beiträge rund um Fragen musikalischer Notentexte.
Heute finden Sie hier einen Film, der es in sich hat. Es handelt sich um eine gut 30 Jahre alte Produktion des Weihnachtsoratoriums mit Nikolaus Harnoncourt. Unbedingt hörens- und sehenswert! Weiterlesen

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Wozu eigentlich Faksimiles?

Zwar machen die blauen Urtext-Ausgaben den Löwenanteil unseres Katalogs aus, aber so ganz nebenbei produzieren wir auch noch eine ganz andere Art von Noten, nämlich Faksimiles, also originalgetreue Reproduktionen von besonders bedeutenden Handschriften. Oft genug führen wir zu einem Werk sogar beides, so dass mancher sich fragen mag: Wozu braucht man eigentlich das Faksimile, wenn man doch eine verlässliche Urtext-Ausgabe hat, die gerade diese Quelle wissenschaftlich auswertet und dem Musiker damit die optimale Aufführungsgrundlage für das Werk bietet? Weiterlesen

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HN 555 – Ein Druckfehler in CPE Bachs Sonate für Flöte solo?

HN 555In diesen Tagen kommt unser neuestes Urtext-Produkt frisch aus der Druckerei: eine Ausgabe der Sonate a-moll für Flöte solo von Carl Philipp Emanuel Bach (HN 555). Von den praktischen Besonderheiten dieser Ausgabe soll an dieser Stelle nicht ausführlich die Rede sein (Klapptafel zum blätterfreundlichen Musizieren; vollständige Reproduktion der Erstausgabe für all diejenigen, die sich in die Quelle dieses zentralen Flöten-Werkes vertiefen und möglicherweise daraus spielen wollen; aufführungspraktische Bemerkungen vom Traverso-Spezialisten Karl Kaiser, der die Edition mit vielen Hinweisen begleitet hat und auf den wichtige Anregungen zum folgenden Text zurückgehen). Nur um eine einzige Note im 2. Satz soll es in den folgenden Überlegungen gehen. Weiterlesen

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„Pour Piano et Violon ou Violoncelle“ – Gibt es eine Cellosonate von César Franck?

César FranckIm Anschluss an den allgemeinen Blogbeitrag von Dominik Rahmer über „Besetzung, Fassung, Bearbeitung – wie weit darf Urtext gehen?“ (Oktober 2012) geht es hier um einen speziellen Fall von Bearbeitung. Wer im Internet nach „César Franck Cellosonate“ sucht, erhält mehr als 80.000 Ergebnisse. Schon bei den Überschriften der angebotenen Seiten wird aber schnell klar, dass es sich um die Bearbeitung der berühmten Violinsonate in A-dur handelt. Weiterlesen

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„Des Waldhorns süßer Klang“ – Entdeckungen in Schumanns Konzert­stück Opus 86

Vor allem für Pianisten und Streicher steht der Name Henle für verlässliche Urtext-Ausgaben ihres klassischen Repertoires – da der Verlagsgründer Günter Henle selbst Pianist war, lag der Schwerpunkt der frühen Verlagsjahre auch auf der entsprechenden Literatur. Doch inzwischen haben sich ebenfalls die Blasinstrumente einen festen Platz im Katalog gesichert. Weiterlesen

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Wieniawskis Scherzo-Tarantella op. 16: Entwürfe für eine Synthese zwischen einer Tarantella und einem Scherzo?

Wie im Vorwort der Henle-Ausgabe von Henryk Wi­e­ni­aws­kis Scherzo-Tarantella (HN 553) vermerkt, gibt es von diesem Werk eine Fassung für Vi­o­li­ne und Orchester in einer unvollständig erhaltenen Kopie des verlorenen Au­to­graphs. Diese Fassung wurde nicht ver­öf­fent­licht und weist erhebliche Unterschiede zur ge­druck­ten Fas­sung für Vi­o­li­ne und Klavier auf. Leider ist kein weiteres Autograph der Scherzo-Tarantella ü­ber­lie­fert, und ohne entsprechende Hinweise zu Wieniawskis Arbeit an dem Werk konn­ten wir die Orchesterfassung nicht für die E­di­ti­on der Klavierfassung in Betracht zie­hen. Weiterlesen

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