In voller Länge – Tschaikowskys „Valse-Scherzo“ endlich als ungekürzte Urtext-Ausgabe

Tschaikowsky und die Violine – sicher denkt hier jeder zuerst an sein herrliches Violinkonzert, das natürlich längst im Henle-Urtext erhältlich ist (HN 685). Aber die Geiger lieben auch seine anderen, kleineren Werke für Violine und Klavier, die nun nach und nach unserem Katalog als verlässliche Urtext-Ausgaben hinzugefügt werden. Weiterlesen

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Haydns sämtliche Cellokonzerte bei Henle: 3, 8, 5 oder 2?

Auf die Frage, wieviel Cellokonzerte Joseph Haydn uns hinterlassen hat, gab es in den letzten 200 Jahren erstaunlich unterschiedliche Antworten: Haydns eigenes Werkverzeichnis von 1805 listet drei Konzerte auf, im 19. Jahrhundert wuchs die Zahl auf acht an, bevor sie sich im 20. auf jene fünf reduzierte, die man auch in Anthony van Hobokens Katalog der Werke Joseph Haydns findet. Unser Urtext-Katalog aber verzeichnet nur zwei! Woran das liegt? Die kurze Antwort lautet: Weil unsere Haydn-Urtext-Ausgaben auf die Gesamtausgabe Joseph Haydn Werke zurückgehen – und das nicht nur in dem, was gedruckt wird, sondern auch in dem, was nicht gedruckt wird. Die lange Antwort liefert Einblick in ein spezielles Gebiet der Haydn-Forschung: die Frage nach der Echtheit der unter seinem Namen gehandelten Werke. Weiterlesen

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Die „Henle Library“-App – was war, was wird?

Fast acht Monate steht unsere „Henle Library“-App nun Musikern in aller Welt zur Verfügung und es ist Zeit, einmal Revue passieren zu lassen, was seither alles mit ihr und um sie herum geschehen ist – und einen kleinen Ausblick zu geben, was in nächster Zeit mit ihr geschehen wird.

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Der Reiz der Verstörung. Zu einer besonderen autographen Korrektur Mozarts im Finale des F-dur-Streichquartetts KV 590

Mozart-Kenner und -Liebhaber wissen natürlich um das Ungeheuerliche im Finale seines allerletzten Streichquartetts, KV 590. Besonders dessen Durchführung ist an Härte der Tonsprache im Mozartschen Œuvre einzigartig. Die Verstörung beginnt aber schon kurz vor Ende des ersten Teils: Die sonst so munter perlenden Sechzehntel-Noten erstarren urplötzlich in einer geradezu hilflos in sich repetierenden Dreitonschleife. Just diese Stelle hat Mozart in seiner Handschrift heftig korrigiert. Die Untersuchung dieser Korrektur gibt uns einen analytischen Schlüssel zum Verständnis dieses ganz besonderen Satzes an die Hand. Weiterlesen

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Nur nicht aus dem Takt kommen! Zum ersten Satz von Saint-Saëns’ 2. Klavierkonzert

Gelegentlich wird man als Lektor mit Fragen konfrontiert, die auf den ersten Blick unkompliziert erscheinen. Weiterlesen

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Sommerpause

Selbst unsere Komponisten haben sich im Sommer in den Bergen oder am Meer eine Auszeit gegönnt. Weiterlesen

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Anton Webern: Jetzt auch „in blau“!

Immer wieder dürfen wir neue Komponisten in unserem Henle-Katalog begrüßen. Wie unsere Leser sicher wissen, verlegen wir nur urheberrechtlich freie Musik; salopp gesagt: Der Komponist muss schon 70 Jahre tot sein, um es in unser Programm zu schaffen. Große Ereignisse dieser Art waren in letzter Zeit etwa die ersten Henle-Ausgaben von Werken Sergej Rachmaninows im Jahr 2014 oder, erst kürzlich, des Allegro barbaro von Béla Bartók (siehe dazu den Blogbeitrag meiner Kollegin Annette Oppermann). Weiterlesen

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Frankreich gibt den Ton an – neue Urtext-Ausgaben im „blauen Trikot“

Nicht nur bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 steht Frankreich gerade im Mittelpunkt  (leider hat es gestern abend nicht ganz zum Titelgewinn gereicht), sondern auch im Henle-Verlag, wo gerade zahlreiche neue Urtext-Ausgaben französischer Komponisten im Erscheinen begriffen sind. Weiterlesen

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Aller guten Wiener sind drei: Dittersdorf, Hoffmeister und Vanhal

Johann Baptist Vanhal

Mit unserer jüngst erschienenen Urtext-Ausgabe von Johann Baptist Vanhals Kontrabasskonzert (HN 979) ist die Reihe der großen klassischen Kontrabasskonzerte komplett: Denn Vanhals Konzert ist ebenso wie diejenigen von Dittersdorf (HN 759) und Hoffmeister (HN 721) für die historische „Wiener Kontrabass-Stimmung“ geschrieben, die diesem Instrument gegen Ende des 18. Jahrhunderts überhaupt erst zum „Solisten“-Status verhalf. Eine moderne, praktische Ausgabe dieser Werke ist immer eine besondere Herausforderung, wie wir bereits in einem früheren Blog thematisiert haben.

 

Für diese Aufgabe konnte wieder Tobias Glöckler gewonnen werden, ein in praktischen wie philologischen Fragen äußerst versierter Musiker und Herausgeber. Mit dem Vanhal-Konzert legt er nun erneut eine Ausgabe vor, die optimal auf die Bedürfnisse der Kontrabassisten abgestimmt ist. Weiterlesen

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Ein Henle-Kunde schlägt Textkorrekturen zu Max Regers Cellosuite Nr. 2 vor. Wie reagieren wir als Verlag darauf?

Heute ein kurzer, aber dafür hoffentlich umso wertvollerer Beitrag für alle Cellisten. Er ist auch als Verneigung vor dem großen Komponisten Max Reger gedacht. Reger starb vor ziemlich genau 100 Jahren (am 11. Mai 1916).

Meine Urtextausgabe der „Drei Suiten für Violoncell allein“, Opus 131c, eröffnete zusammen mit der Edition der drei Violasuiten HN 468 Anfang der 1990er-Jahre den Reigen unserer inzwischen recht zahlreichen Reger-Werke im Henle-Urtext. Regers Handschrift dieser drei grandiosen Werke ist bis heute verschollen. Die Werke erschienen erstmals im Juli 1915 im Verlag N. Simrock, also ziemlich genau ein Jahr vor dem Tod Regers. Dem vor wenigen Jahren bei uns erschienenen Reger-Werkverzeichnis kann man alle wichtigen Informationen zur Entstehung und Quellen von Opus 131c entnehmen. Für unsere Blog-Leser hier exklusiv der Scan der einschlägigen Seiten. Weiterlesen

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