„Henle Library“-App. Noten neu definiert.

Alle Gerüchte haben mit dem heutigen Tag ein Ende. Ja, es stimmt: Henle Urtext wird digital. Der weltweite Launch in deutscher, englischer und chinesischer Sprache der „Henle Library“-App für iPads erfolgt am 3. Februar 2016 (für Android-Tablets ab Mai 2016). Unsere App wird Musikern beim Üben, Proben und Spielen als wertvolles Werkzeug dienen.

Im Folgenden ein kleiner Überblick und „App-etizer“. Exklusiv für unsere Blog-Leser:

Für uns im Henle Verlag war von Anfang an klar, dass es nicht damit getan ist, unsere Urtextausgaben als digitale Dateien für PDF-Reader anzubieten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Android, App, Cloud, Digital, Henle Library, iOS, Montagsbeitrag, Notation, Tablet, Urtext | Verschlagwortet mit | 22 Kommentare

Die „Parallelstelle“ – handle with care…

Wenn als Idealziel einer kritischen Urtext-Ausgabe gelten darf, herauszufinden und darzustellen, was das vom Komponisten „eigentlich Gemeinte“ ist, so besteht die grundlegende Aufgabe vor allem darin, alle relevanten Quellen zu dem Werk heranzuziehen, zu vergleichen und ihre Unterschiede zu bewerten.

Doch dies allein genügt in der Regel nicht. Denn nicht selten kommt es vor, dass sich der Komponist in seinem Autograph verschreibt oder versehentlich ein Zeichen vergisst (typischerweise sind es Vorzeichen), und alle folgenden Quellen wie Abschriften und Erstdrucke dann dieses Versehen blind übernehmen. Durch bloßes Vergleichen der Quellen untereinander lassen sich solche durchgehenden Fehler nicht herausfinden.
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Veröffentlicht unter Artikulation, Autograph, Erstausgabe, Grieg, Edvard, Klavier solo, Klavier zu vier Händen, Lesart, Montagsbeitrag | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Weihnachts-Blog

Liebe Leser,

wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen für Ihr Interesse am Henle-Blog. Wir freuen uns auch im nächsten Jahr auf Ihre Besuche und versprechen interessante Beiträge rund um Fragen musikalischer Notentexte. Weiterlesen

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Von Null auf Hundert in sieben Jahren: Beethovens Bläserkammermusik bei Henle

Dass die Bläser in unseren Katalog erst 1972 mit einer leichten Verspätung von zweieinhalb Jahrzehnten Einzug fanden, war in unserem Blog schon einmal Thema. Bezeichnenderweise geschah dies mit Beethovens Opus 16 (HN 222) – jenem merkwürdigen Zwitterwerk, das zugleich als Klavierquartett mit drei Streichern und als Klavierquintett mit vier Bläsern überliefert ist (wie dem Titelblatt der Erstausgabe zu entnehmen ist). Weiterlesen

Veröffentlicht unter Beethoven, Ludwig van, Drei Duos WoO 27 (Beethoven), Drei Equale für vier Posaunen WoO 30 (Beethoven), Flötenduo WoO 26 (Beethoven), G. Henle Verlag, Horn, Klarinette, Marsch WoO 29 (Beethoven), Montagsbeitrag, Oboe, Parthia op. 103 (Beethoven), Quintett Es-dur op. 16 (Beethoven), Sextett op. 81b (Beethoven), Urtext | Verschlagwortet mit , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Neues zu Liszts h-moll-Sonate

"Finale furioso" aus: Wilhelm Busch: Ein Neujahrskonzert

Clara Schumann schreibt am 25. Mai 1854 mit kaum zu überhörender Verzweiflung in ihr Tagebuch: „Liszt sandte heute eine an Robert dedizierte Sonate und einige andre Sachen mit einem freundlichen Schreiben an mich. Die Sachen sind aber schaurig! Brahms spielte sie mir, ich wurde aber ganz elend. … Das ist nur noch blinder Lärm – kein gesunder Gedanke mehr, alles verwirrt, eine klare Harmoniefolge ist da nicht mehr herauszufinden! Und da muß ich mich nun noch bedanken – es ist wirklich schrecklich.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Akzent, Arrau, Claudio, Autograph, Dynamik, Erstausgabe, Hamelin, Marc-André, Klavier solo, Klaviersonate h-Moll (Liszt), Lesart, Liszt, Franz, Montagsbeitrag, Neue Quelle, Notation, Revision, Urtext | Verschlagwortet mit , , , , | 4 Kommentare

Ein Böhme in Amerika: Hat Dvořáks F-dur-Streichquartett falsche Akzente?

Das Streichquartett F-dur op. 96 komponierte Antonín Dvořák im Frühsommer 1893 in Spillville/Iowa, wo er seine Ferien als Direktor des New Yorker National Conservatory of Music (1892–95) verbrachte. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Akzent, Artikulation, Autograph, Dvořák, Antonín, Erstausgabe, G. Henle Verlag, Lesart, Montagsbeitrag, Notation, Pražák Quartett, Streichquartett, Streichquartett F-dur op. 96 (Amerikanisches Quartett) (Dvořák) | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Weitere neue Erkenntnisse zum Autograph der Klaviersonate A-dur KV 331

Regelmäßige Henle-Blog-Leser werden sich erinnern: Mein letzter Beitrag behandelte den sensationellen Budapester Fund des autographen Doppelblatts der berühmten A-dur-Klaviersonate KV 331 Mozarts sowie die Ankündigung meiner inzwischen erschienenen neuen Urtext-Ausgabe dazu. Weiterlesen

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Citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker! Beethovens olympisches Streben im Diskant

Im Mai dieses Jahres schrieb ich über die tiefen Töne, heute möchte ich Balance schaffen und über Beethovens Streben nach Höherem schreiben. Litt er unter der Beschränkung der Tastatur der Klaviere des 18. und frühen 19. Jahrhunderts nach oben bis f3 (heute geht’s immerhin bis c5)? Beim genaueren Hinschauen möchte man fast den Eindruck haben. Weiterlesen

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„Smfz“ – Zu einigen ungewöhnlichen Dynamik­anweisungen in unseren Urtext-Ausgaben

Die Dynamik ist gewissermaßen das Salz in der musikalischen Suppe: ohne sie würde auch die interessanteste Komposition fade wirken. So ist es bei der Erarbeitung eines musikalischen Urtexts oberstes Gebot, nicht nur Noten, Vorzeichen und Artikulation, sondern auch die dynamischen Anweisungen der Komponisten genau zu beachten. Weiterlesen

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Urtext und Ur-Kontext

leinen cover UrtextDas Urtext-Prinzip ist in unserem Blog ja bereits hinlänglich diskutiert worden und kann so als bekannt vorausgesetzt werden – aber kennen Sie den Ur-Kontext? Dieser spielt nämlich bei Henle ebenfalls eine große Rolle (auch wenn wir ihn nicht auf’s Cover schreiben…). Weiterlesen

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