Wie lange hält eigentlich Urtext? Revisionen im Henle-Verlag

Wenn Sie unsere Neuerscheinungen aufmerksam studieren, werden Sie immer wieder einmal feststellen, dass sich darunter auch Werke finden, die bereits bei uns erschienen waren und nun in einer neuen Urtext-Ausgabe vorgelegt werden – mit dem expliziten Hinweis „revidiert“. Aber was heißt eigentlich Revision und wozu ist sie nötig? Schließlich sollte man meinen, dass der Urtext doch bereits in der alten Ausgabe enthalten war und ist – oder haben Urtext-Ausgaben ein Verfallsdatum? Weiterlesen

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Zu viel Zugriff! – Isaac Albéniz revidiert seinen Iberia-Zyklus

Nicht nur Herausgeber von Notenausgaben leiden unter dem Problem, irgendwann einmal ein Projekt abschließen zu müssen – auch Komponisten waren und sind damit regelmäßig konfrontiert. Felix Mendelssohn-Bartholdy etwa ist berühmt-berüchtigt dafür, noch bei der Drucklegung seiner Werke in den Korrekturabzügen der Stichplatten weiterkomponiert zu haben, Weiterlesen

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Skrjabin spielt Skrjabin- Ist das Finale der 3. Sonate zu schwer?

Alexander Skrjabin (1872–1915) war nicht nur einer der herausragenden Komponisten im Russland um 1900. Er trat auch immer wieder als Pianist öffentlich auf – vornehmlich als Interpret seiner eigenen Werke. Seine Kompositionen gehören inzwischen zum festen Bestandteil des Konzertrepertoires, aber auch von seinem Klavierspiel können wir uns noch heute ein Bild machen. Weiterlesen

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Das Kreuz mit dem B. Warnvorzeichen genug oder darf’s etwas mehr sein?

Unser Lektorat erhält immer wieder Anfragen von Benutzern mit der Bitte, zu bestimmten Stellen Auskunft über die Quellen zu geben: „Steht das genauso im Autograph?“ oder: „Entspricht das tatsächlich der Erstausgabe?“. Weiterlesen

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Willen versus Willkür. Zu den Schlusstakten von Robert Schumanns C-dur-Fantasie op. 17

 

Was Sie hier sehen, ist die letzte Seite der C-dur-Fantasie op. 17 von Robert Schumann in der Handschrift des Kopisten Carl Brückner aus Leipzig. Weiterlesen

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„Play it again…“ Fehlt ein Wiederholungszeichen in Brahms’ Paganini-Variationen?

Vor einiger Zeit erhielten wir eine interessante Anfrage einer Pianistin, die in Johannes Brahms’ Variationen über ein Thema von Paganini op. 35 über eine formale Merkwürdigkeit gestolpert war. Bekanntlich ließ sich auch Brahms, wie zuvor schon Schumann oder Liszt, von Nicolò Paganinis 24 Capricci op. 1 für Violine solo anregen und verfasste einen Zyklus von 28 höchst virtuosen Variationen Weiterlesen

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Fels oder Stein? Zu Schumanns Textänderungen im „Liederkreis“ op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff

Kennen Sie die Loreley? Bekanntlich schaute sie ja bei St. Goar (für manchen verhängnisvoll) vom hohen Stein tief in den Rhein… Aber nicht bei Henle: In unserer Ausgabe vom Liederkreis op. 39 (HN 550) steht das Schloss der Loreley im Waldesgespräch einer Textkorrektur Schumanns folgend auf einem „Fels“ – wodurch der Eichendorffsche Reim auf „Rhein“ zwar perdu, die Prägnanz des Ausdrucks aber enorm gesteigert ist. Ob solche Abweichungen eines Liedtextes von seiner Vorlage erlaubt, sinnvoll oder in einer verlässlichen Ausgabe womöglich als Fehler zu korrigieren sind, ist eine viel diskutierte Frage, der sich jeder Herausgeber einer Liedausgabe stellen muss. Weiterlesen

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„Fassung nach Fontana“ – echter Chopin?

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis unserer Urtextausgabe der Walzer Frédéric Chopins (HN 131, 230, 9131) mag schon bei manchem Chopin-Enthusiasten Stirnrunzeln hervorgerufen haben. So berühmte Stücke wie die erst nach Chopins Tod veröffentlichten Walzer op. post. 69 & 70 bringen wir in zwei Versionen: zunächst in einer „Fassung nach dem Autograph“, gefolgt von einer „Fassung nach Fontana“. Weiterlesen

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Daneben geschlagen? – Eine vermeintlich falsche Note in Beethovens Sonate op. 14 Nr. 2

Seit nun fast zehn Jahren arbeite ich mit Murray Perahia als Mitherausgeber an einer Neuausgabe der Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven. Zehn Sonaten sind inzwischen erschienen, und ich verspreche, dass es nun nicht noch zwanzig Jahre dauern wird, bis auch die anderen Sonaten vorliegen!

Unter den bereits veröffentlichten Sonaten befindet sich auch diejenige in G-dur, op. 14 Nr. 2 (die Sonate „Nr. 10“, falls Sie lieber durchzählen). Weiterlesen

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Aufwärts oder abwärts? Ein Stolperstein in Erik Saties „2ème Gymnopédie“

Auf den ersten Blick scheinen Urtext-Editionen von Saties Klaviermusik keine große Herausforderung darzustellen. Weiterlesen

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