Lili Boulanger
D'un soir triste für Violoncello und Klavier
Lili Boulanger starb 1918 im Alter von nur 24 Jahren und hat dennoch Musikgeschichte geschrieben: Als erste Frau gewann sie den renommierten Kompositionspreis „Prix de Rome“. Das Stück „D’un soir triste“ aus Boulangers Todesjahr wirkt wie ein persönliches Vermächtnis. Die bereits schwerkranke Komponistin diktierte die hochexpressive Musik ihrer Schwester Nadia; es entstanden eine Trio-, eine Duo- und eine Orchesterfassung. Die Duofassung für Violoncello und Klavier wird hiermit erstmals im Urtext vorgelegt. Ihr Manuskript weist in der Mitte eine 20-taktige Notationslücke auf. Der Cellist Clemens Krieger hat sie für diese Ausgabe geschlossen – wissenschaftlich präzise auf Basis der anderen Werkfassungen. So eignet sich dieses kurze, ausdrucksstarke Werk auch perfekt für den Konzertvortrag.
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