Alfred Grünfeld
Soirée de Vienne op. 56
1852 in Prag geboren, wurde Alfred Grünfeld in den 1870er-Jahren als Pianist in Wien „Kammervirtuose“ und war im Musikleben der Donaumetropole bestens vernetzt. Johann Strauß (Sohn) hielt so große Stücke auf ihn, dass er sich neue Walzer-Kompositionen gern von Grünfeld vorspielen ließ und ihm seinen „Frühlingsstimmen-Walzer“ widmete. Bei dieser Vertrautheit wundert es nicht, dass Grünfeld in seiner Konzertparaphrase Soirée de Vienne op. 56 beliebte Strauß-Melodien (vornehmlich aus der „Fledermaus“) zu einer brillanten Fantasie für Klavier zusammenstellte. Diese glanzvolle Hommage an Johann Strauß und den Wiener Walzer verlangt eine durchaus virtuose Klaviertechnik, Beweglichkeit – und natürlich Sinn für den unverzichtbaren „Wiener Schmäh“. Die Henle-Ausgabe bietet durch ein sorgfältig überarbeitetes, klar lesbares Notenbild beste Voraussetzungen, um sich in Wiens Walzertaumel zu stürzen.
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