Manuel de Falla
Suite populaire espagnole
Die „Suite populaire espagnole“ des Violin-Virtuosen Paul Kochanski vereint charakteristische spanische Rhythmen mit feinster kammermusikalischer Eleganz. Grundlage ist Fallas Lieder-Zyklus „Siete canciones populares españolas“ von 1914 – ein Meisterwerk zwischen Volkskunst und Kunstmusik, das folkloristische Klangfarbe mit impressionistischer Harmonik verschmilzt. Paul Kochanskis brillante Bearbeitung aus dem Jahr 1926 spielt mit geigerischen Spezialeffekten wie Pizzicato für die Kastagnetten in „Jota“ oder gedämpften Saiten in „Asturiana“. Die Henle-Ausgabe bietet ein klares Notenbild und ist der optimale Ausgangspunkt einer Aufführung dieser spanischen Impressionen.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Manuel de Falla
Bedeutendster Komponist Spaniens im 20. Jh., der aktuelle Strömungen der Pariser Avantgarde aufnahm und sie mit nationalen span. Ideen verband.
| 1876 | Er wird am 23. November in Cádiz als Sohn eines Geschäftsmanns geboren. |
| 1896–99 | Klavierstudium am Madrider Konservatorium; 1902-1904 Privatstunden bei dem span. Nationalisten Felipe Pedrell. |
| 1906–08 | „4 Piezas españolas“ für Klavier. |
| 1906 | Falla gewinnt mit der Oper „La vida breve“ einen Opernwettbewerb zur Förderung spanischer Nationalopern. |
| 1907 | Übersiedlung nach Paris, Bekanntschaft mit Dukas, Debussy, Ravel, Albéniz. Er wird in den Kreis der „Apaches“ eingeführt, dem u. a. Ravel angehört. |
| 1909 | Lieder „Tres melodías“ nach Théophile Gautier. |
| 1909–15 | „Noches en los jardines de España“ für Klavier und Orchester unter Einbeziehung andalusischer Folklore. |
| 1913 | Uraufführung von „La vida breve“ in Nizza. |
| 1914 | Rückkehr nach Madrid bei Ausbruch des Weltkriegs. „Las Siete cancíones populares españolas“ nach Texten alter span. Lieder. |
| 1915 | Uraufführung des Balletts „El amor brujo“. |
| 1919 | Durchbruch mit der Uraufführung des Balletts „El sombrero de tres picos“ in London. |
| 1920 | „Homenaje: pièce de guitare écrite pour ’Le Tombeau de Claude Debussy’“. Er zieht nach Granada; dort Erforschung des Flamenco und des volkstümlichen Puppentheaters mit Federico García Lorca. |
| 1923 | Uraufführung der Puppenoper „El retablo de Maese Pedro“ in Paris nach einer Episode aus Don Quijote. |
| 1923–26 | Konzert für Cembalo und 5 Instrumente. |
| 1927–46 | Komposition an der szenischen Kantate „Atlántida“: Monumentalwerk, das von seinem Schüler Ernesto Halffter vollendet und postum 1961 in Barcelona (konzertant) sowie 1962 in Mailand uraufgeführt wird. |
| 1939 | Übersiedlung nach Argentinien. |
| 1946 | Er stirbt am 14. November in Alta Gracia (Argentinien). |
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