Johannes Brahms
Vier ernste Gesänge op. 121 für Singstimme und Klavier
Die „Vier ernsten Gesänge“ op. 121 sollten das letzte Werk sein, das Brahms vor seinem Tod veröffentlichte. Sie stehen in engem Zusammenhang mit dem Tod der geliebten Freundin Clara Schumann im Mai 1896. Es wird berichtet, dass Brahms nach ihrer Beisetzung die Lieder im Freundeskreis unter Tränen vortrug. Als der Komponist selbst nur wenig später – im April 1897 – starb, manifestierten sich die Vier Gesänge zu einer Gedenkmusik für ihn selbst. Die auf Versen des Alten und Neuen Testaments beruhenden Lieder für tiefe Stimme gehören dank ihrer musikalischen Ausdruckskraft und Eindringlichkeit bis heute zu den Meilensteinen des romantischen Liedrepertoires – sei es im Unterricht oder auf dem Konzertpodium.
Die Henle-Urtextausgabe bietet den wissenschaftlich geprüften Notentext der Neuen-Brahms-Gesamtausgabe, im Vorwort präsentiert Herausgeber Johannes Behr interessante Erkenntnisse zur Entstehung und frühen Rezeption der Stücke.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Johannes Brahms
Sein bedeutendes Œuvre umfasst Kammermusik, Klavierwerke, zahlreiche Chorkompositionen und Lieder (darunter Vertonung von Volksliedtexten) sowie große Orchesterwerke der 1870er- und 80er-Jahre. Seine Kompositionen sind durch das Verfahren der entwickelnden Variation geprägt. Er gilt als Antipode zur Neudeutschen Schule um Liszt und als Vertreter der absoluten Musik.
| 1833 | Er wird am 7. Mai in Hamburg als Sohn eines Musikers geboren. Mit 7 erster Klavierunterricht bei Willibald Cossel, anschließend bei Eduard Marxen, ab 1843 erste öffentliche Auftritte. |
| 1853 | Konzertreise durch dt. Städte, er lernt Schumann kennen, der ihn in seinem Aufsatz „Neue Bahnen“ als den kommenden großen Komponisten ankündigt. Zu Clara Schumann entwickelt sich eine lebenslange, innige Freundschaft. |
| 1854–57 | 1. Klavierkonzert d-Moll op. 15. |
| 1857–59 | Chorleiter, Pianist und Lehrer am Fürstenhof in Detmold. |
| 1859–61 | Leitung des Hamburger Frauenchors. |
| 1860 | Manifest gegen die Neudeutschen um Liszt. |
| 1863 | Kantate „Rinaldo“ op. 50. |
| 1863–64 | Leiter der Wiener Singakademie. |
| 1868 | Teilaufführung des „Deutschen Requiems“ op. 45 in Wien (Uraufführung des kompletten Werks 1869 in Leipzig) |
| 1871–74 | Künstlerischer Direktor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. |
| 1873 | Haydn-Variationen op. 56a für Orchester. |
| ab 1877 | Sein Sinfonisches Schaffen beginnt mit der 1. Sinfonie c-Moll op. 68 (begonnen 1862), der Komposition der 2. Sinfonie D-Dur op. 73, der 3. Sinfonie F-Dur op. 90 (1883), der 4. Sinfonie e-Moll op. 98 (1884-1885): kantable Themen, kammermusikalischer Duktus. |
| ab 1878 | Italien-Reisen. |
| 1878 | Violinkonzert D-Dur op. 77 für Joseph Joachim. |
| 1881 | 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83 mit Scherzo-Satz. |
| 1886 | Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereins. |
| 1897 | Vier ernste Gesänge op. 121. Er stirbt am 3. April in Wien. |
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