Eugène Ysaÿe
Caprice für Violine und Klavier, nach „Étude en forme de Valse“ von Camille Saint-Saëns
Als „König der Geiger“ gefeiert, prägte Eugène Ysaÿe das moderne Violinspiel wie kaum ein anderer. Der Schüler von Vieuxtemps und Wieniawski war auch Komponist und verband in seinen Werken technische Brillanz mit tiefem Ausdruck. Mit seinem Arrangement der „Étude en forme de Valse“ von Camille Saint-Saëns gelingt Ysaÿe das Kunststück, eine Klavieretüde in ein funkelndes Meisterstück der Violinliteratur zu verwandeln. Kein Wunder, dass es in dieser Form heute weitaus bekannter ist als das Original! Die vorliegende Edition basiert auf der Pariser Erstausgabe von Durand aus dem Jahr 1901. Der optimal disponierte moderne Notensatz macht zusammen mit dem praxiserprobten Fingersatz von Tobias Feldmann Lust darauf, dieses virtuos-beschwingte Kabinettstück für sich zu entdecken.
Inhalt/Details
(Erläuterung)
Über den Komponisten
Eugène Ysaÿe
Ein belgischer Violinist, Dirigent und Komponist. Sein virtuoses, klangfarbenreiches Spiel beeinflusste Generationen von Violinisten maßgeblich. Seine spätromantischen Kompositionen, von denen nur wenige erhalten sind, umfassen Instrumental- und Kammermusikwerke.
| 1858 | Er wird am 16. Juli in Lüttich geboren. Ersten Violinunterricht erhält er durch seinen Vater. |
| 1865–69 | Am Konservatorium in Brüssel studiert er Violine bei Désiré Heynberg. |
| ab 1869 | Konzertreisen mit seinem Vater führen ihn durch Belgien, Deutschland, die Schweiz und Frankreich, wo er als Wunderkind auftritt. |
| 1872 | Er setzt sein Studium bei Rodolphe Massatt fort. |
| ab 1874 | In Brüssel ist er Schüler Henry Vieuxtemps und Henryk Wieniawskis. |
| 1876–79 | Er folgt Vieuxtemps nach Paris. Hier trifft er u.a. César Franck, Anton Rubinštejn und Raoul Pugno. |
| 1879–82 | Er ist Konzertmeister des Bilse-Orchesters in Berlin. Er begegnet Clara Schumann und Joseph Joachim. |
| 1882 | Gemeinsam mit Rubinštejn begibt er sich auf Konzerttournee durch Russland und Skandinavien. |
| ab 1883 | In Paris avanciert er zum geschätzten Interpreten und häufigem Widmungsträger sämtlicher Komponistengrößen Frankreichs, darunter Claude Debussy, Gabriel Fauré, Ernest Chausson und Camille Saint-Saëns. |
| 1886–97 | Er lehrt am Konservatorium in Brüssel und konzertiert regelmäßig, u.a. mit Enrique Granados, Ferruccio Busoni und Sergej Rachmaninov. |
| 1912 | Ernennung zum Hofkapellmeister und Grand Officier de l’Ordre de Léopold. |
| 1917–22 | Er emigriert in die USA, leitet das Orchester von Cincinnati und unterrichtet am örtlichen Konservatorium. |
| 1922–30 | Zurück in Belgien, unternimmt er noch einige Konzertreisen. |
| 1931 | Er stirbt am 12. Mai in Brüssel. |
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