Robert Schumann
Dichterliebe op. 48
Robert Schumanns Dichterliebe op. 48 gilt als Inbegriff romantischer Liedkunst – ein Zyklus voll feinsinniger Poesie und leiser Zwischentöne. In seiner Bearbeitung für Viola eröffnet der renommierte Bratschist Timothy Ridout neue Perspektiven auf Schumanns Vertonung des berühmten Heine-Liederkreises: Die Viola gestaltet den Gesangspart mit immenser Ausdruckskraft und einzigartigem Farbenreichtum, sei es durch raffinierte Oktavierungen oder Spezialeffekte wie „sul ponticello“. Allen Bratschen-Aficionados sei diese innovative und zugleich respektvolle Neubetrachtung eines Meisterwerks der Romantik ans Herz und hiermit auch aufs Pult gelegt – natürlich in gewohnter Henle-Qualität, und ausgestattet mit Fingersatz aus der Werkstatt von Timothy Ridout.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Robert Schumann
Mit seinem Œuvre verbindet sich der von ihm geprägte Begriff der Poetischen Musik, in der er eine Verschmelzung von Literatur und Musik anstrebte, für die insbesondere seine lyrischen Klavierstücke bis 1839 paradigmatisch stehen. Anschließend hat er sich anderen Gattungen gewidmet (Lied, Sinfonie, Kammermusik u. a.).
| 1810 | Er wird am 8. Juni in Zwickau als Sohn eines Buchhändlers geboren. |
| ab 1828 | Jura-Studium in Leipzig, Klavierunterricht bei Friedrich Wieck. Entscheidung für die Musikerlaufbahn. |
| 1830–39 | Er komponiert ausschließlich Klavierwerke, meist Zyklen, u. a.: „Papillons“ op. 2 (1829–32), „Carnaval“ op. 9 (1834/35), „Davidsbündlertänze“ op. 6 (1837), „Kinderszenen“ op. 15 (1837/38), „Kreisleriana“ op. 16 (1838), „Noveletten“ op. 21 (1838). |
| 1832 | Eine Fingerlähmung der rechten Hand macht eine Pianistenkarriere unmöglich. |
| 1833 | Gründung der Phantasie-Bruderschaft „Davidsbund“. |
| 1835–44 | Leitung der Neuen Zeitschrift für Musik. |
| 1840 | Heirat mit Clara Wieck; 138 Lieder, darunter Eichendorff-Liederkreis op. 39, Liederzyklus „Dichterliebe“ op. 48. |
| 1841 | 1. Sinfonie B-Dur („Frühlings-Sinfonie“) op. 38 und 4. Sinfonie d-Moll op. 120. |
| 1842 | 3 Streichquartette op. 41; weitere Kammermusik. |
| 1843 | Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium. Oratorium „Das Paradies und die Peri“ op. 50. |
| 1845 | Er lässt sich in Dresden nieder. Reise nach Russland. |
| 1845 | Klavierkonzert a-Moll op. 54, 2. Sinfonie C-Dur op. 61. |
| 1850 | Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Uraufführung der Oper „Genoveva“ op. 81 in Leipzig. Sinfonie Es-Dur (Rheinische) op. 97; Violoncellokonzert a-Moll op. 129. |
| 1853 | Beginn der Freundschaft mit Brahms. Vollendung der Faust-Szenen. Violinkonzert d-Moll für Joseph Joachim. |
| 1854 | Selbstmordversuch und Einweisung in die psychiatrische Anstalt in Endenich. |
| 1856 | Er stirbt am 29. Juli in Endenich bei Bonn. |
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