Erwin Schulhoff
Duo für Violine und Violoncello
Erwin Schulhoffs 1925 entstandenes Streichduo für Violine und Violoncello ist das perfekte Beispiel für den modernen, experimentierfreudigen Kompositionsstil zur Zeit der „Roaring Twenties“. Der tschechisch-jüdische Komponist verbindet in diesem radikalen Werk dissonante Moderne, Jazz-Elemente und Dada-Einflüsse. Die vier Sätze (Allegro risoluto, Foxtrot, Musette und Perpetuum mobile) sind virtuos, provokant und zeitlos.
Die Henle-Ausgabe lädt zur Entdeckung ein: basierend auf der Erstausgabe bietet sie ein modernes Notenbild in zwei Spielpartituren – und somit beste Übersicht, um in die Anfänge der modernen Musik im 20. Jahrhundert einzutauchen.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Erwin Schulhoff
Ein böhmischer Komponist und Pianist. Seine Werke bilden sämtliche musikalische Strömungen seiner Zeit ab: So finden sich darin Jazz, Modetänze wie der Charleston, Neoklassizismus sowie Dadaismus. Große Erfolge erzielte er als Konzert- und Rundfunkpianist. Sein kompositorisches Œuvre umfasst u.a. Bühnenwerke, Lieder, Werke für Orchester, Kammermusik und Klaviermusik.
| 1894 | Er wird am 8. Juni in Prag geboren. |
| 1901 | Auf Empfehlung Antonín Dvořáks erhält er Klavierunterricht bei Heinrich von Kaan-Albest, Direktor des Prager Konservatoriums. |
| 1904 | Er studiert am Prager Konservatorium. |
| 1906 | Er wird Schüler von Willy Thern. |
| 1908 | Am 8. Juni tritt er in das Leipziger Konservatorium ein. |
| 1909 | Er wird in die Kompositionsklasse Max Regers aufgenommen. |
| 1911 | Am Konservatorium in Köln vertieft er sein Studium umfassend, u.a. in Klavier, Kontrapunkt, Instrumentation, Komposition und Dirigieren. |
| 1913 | Er wird mit dem Wüllner-Preis sowie dem Mendelssohn-Preis ausgezeichnet. |
| 1918 | Erneut erhält er den Mendelssohn-Preis, diesmal für sein Streichquartett op. 25. Er ist Korrepetitor an der Kölner Oper. |
| ab 1919 | Er hält sich bei seiner Schwester in Dresden auf, in deren Atelier regelmäßig ein Künstlerkreis zusammenfindet. |
| 1920–22 | Er lehrt am Konservatorium in Saarbrücken. |
| 1924 | Er ist Musikreferent des Prager Abendblattes. |
| 1935–39 | Er ist als Rundfunkpianist in Mährisch-Ostrau tätig. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft verliert er die Position. |
| 1941 | Am 23. Juni wird er im Zuge des deutschen Überfalls mit seinem Sohn verhaftet. |
| 1942 | Er stirbt am 18. August im Internierungslager Wülzburg. |
Produktsicherheit und Gewährleistung
G. Henle Verlag
Hier finden Sie die Informationen zum Hersteller des Produkts.G. Henle Verlag e.K.
Forstenrieder Allee 122
81476 München
Deutschland
info@henle.de
www.henle.com
Empfehlungen
autogenerated_cross_selling