Carl Maria von Weber
Fagottkonzert F-dur op. 75
Carl Maria von Webers Fagottkonzert verdankt sich seinem Aufenthalt in München 1811, wo er bei Hofe als Pianist und vor allem als Komponist große Erfolge erzielte – „das ganze Orchester ist des Teufels und will Concerte von mir haben“, berichtete er. Neben den beiden Klarinettenkonzerten und dem Concertino für seinen Freund Heinrich Baermann entstand so im November 1811 auch das Fagottkonzert für Friedrich Brandt, den Solofagottisten der Münchner Hofkapelle. Mit seiner Spielfreude, seinem Witz und dem bezaubernd lyrischen Mittelsatz errang Webers Konzert rasch große Beliebtheit und zählt heute zusammen mit Mozarts Fagottkonzert zu den unverzichtbaren Repertoirewerken für dieses Instrument.
Für die vorliegende Neuausgabe wurden Webers Autograph, die abschriftliche Stichvorlage und die von Weber autorisierte Erstausgabe ausgewertet. Damit konnten zahllose verfälschende Eingriffe des erst postum erschienenen Klavierauszugs von 1870 rückgängig gemacht werden, auf dem bis heute die allermeisten Ausgaben beruhen. Endlich liegt damit eines der wichtigsten Werke der Fagottliteratur in verlässlicher Henle Urtext-Qualität vor – die neue Referenzausgabe für Studium und Unterricht!
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Carl Maria von Weber
Einer der bedeutendsten dt. Opernkomponisten vor Wagner, der sich mit seinem Œuvre und in seinen Schriften für eine dt. Oper einsetzte. Sein Ruhm gründet auf dem „Freischütz“, der emphatisch als dt. Nationaloper rezipiert wurde. Seine Instrumentalwerke (Orchesterwerke, Solokonzerte, Kammermusik, Klavierwerke) basieren großenteils auf klassischen Modellen, antizipieren aber bereits den romantischen Ton.
| 1786 | Er wird am 18. oder 19. November in Eutin geboren. Wanderjahre mit der „Weberschen Schauspielergesellschaft“. Er spielt kleinere Kinderrollen. |
| 1797 | Die Truppe kommt nach Salzburg, wo er ab 1798 Kompositionsunterricht bei Michael Haydn nimmt. |
| 1800 | Uraufführung seiner ersten, romantisch-komischen Oper „Das Waldmädchen“ in Freiberg. |
| seit 1803 | Studienjahre in Wien bei Georg Josef Vogler. |
| 1804–06 | Erstes Engagement als Kapellmeister in Breslau. |
| 1810 | Uraufführung der romantischen Oper „Silvana“ in Frankfurt/Main. Klavierkonzert C-Dur Nr. 1 op. 11. |
| 1811 | Klarinettenkonzerte f-Moll Nr. 1 op. 73 und Es-Dur Nr. 2 op. 74 als Auftrag Maximilians von Bayern; 1812 Klavierkonzert Es-Dur Nr. 2 op. 32. |
| 1813–16 | Operndirektor und Kapellmeister des Stände-Theaters in Prag. Seit 1817 Hofkapellmeister in Dresden. |
| 1819 | Klavierstücke „Rondo brillante“ Es-dur op. 62, „Aufforderung zum Tanze“ Des-Dur op. 65, „Polacca brillante“ E-Dur op. 72. Trio für Klavier, Flöte und Violoncello g-Moll op. 63. |
| 1821 | Uraufführung der romantischen Oper „Der Freischütz“ op. 77 in Berlin; sie wird aufgrund von Sujet und Musik als typisch dt. Oper rezipiert, integriert jedoch dt., frz. und ital. Elemente. Konzertstück f-Moll für Klavier und Orchester op. 79, das wegweisend für einsätzige Konzertkompositionen des 19. Jh.s wird. |
| 1823 | Uraufführung von „Euryanthe“ op. 81 in Wien. |
| 1826 | Uraufführung von „Oberon“ in London. Er stirbt am 5. Juni in London. |
Über die Autoren
Dominik Rahmer (Herausgeber)
Dr. Dominik Rahmer, geboren 1971 in Mainz, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Mathematik in Bonn. Magister Artium 1999, Promotion 2006 mit einer Arbeit über die musikkritischen Schriften von Paul Dukas.
Von 2001 bis 2011 Verlagsangestellter bei Boosey & Hawkes/Bote & Bock in Berlin, dort unter anderem Mitarbeit an der Kritischen Ausgabe der Werke Jacques Offenbachs (OEK). Seit 2011 Lektor im G. Henle Verlag München; Editionen von Werken insbesondere des französischen und russischen Repertoires sowie für Blasinstrumente.
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