Pablo de Sarasate
Fantasie über „Don Giovanni“ von Mozart op. 51
Wer kennt sie nicht, die berühmten Arien aus Mozarts „Don Giovanni“, die in ihrer Gegensätzlichkeit die gesamte Bandbreite menschlicher Gemütszustände abbilden? Die populärsten dieser Melodien ließ Pablo de Sarasate in seine Fantasie op. 51 einfließen. Entstanden um 1905, zählt sie zu seinen faszinierendsten Opernfantasien. Mit unvergleichlicher Virtuosität verwandelt Sarasate Motive aus Mozarts Oper in ein funkelndes Konzertstück voller Eleganz und Witz. Anspruchsvolle Doppelgriffe und Läufe verlangen höchste geigerische Meisterschaft und stilistische Sicherheit. Das Werk war bisher in keiner modernen Ausgabe greifbar – eine schmerzliche Lücke, die vorliegende Ausgabe endlich schließt. Das berühmte Henle-Notenbild macht die musikalischen Strukturen schnell und klar erfassbar; der Notentext selbst wurde zudem sorgfältig durchgesehen. Die Ausgabe ist deshalb die ideale Grundlage für Studium und Bühne.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Pablo de Sarasate
Ein aus Spanien stammender Violinist und Komponist. Bereits im Kindesalter avancierte er zum gefeierten Virtuosen, dessen präzises Spiel als brillant und klangschön beschrieben wurde. Er ist Widmungsträger weltbekannter Violinkonzerte, darunter das 2. Violinkonzert op. 44 von Max Bruch. Er selbst schrieb Werke für Orchester, darunter Fantasien über Opernthemen, sowie Salon- bzw. Kammermusik. Charakteristisch ist seine folkloristisch eingefärbte Tonsprache.
| 1844 | Er wird am 10. März in Pamplona geboren. Sein Vater ist Leiter einer Militärkapelle und fördert seine musikalische Ausbildung. Als Wunderkind gibt er sein Debüt als Violinist mit etwa acht Jahren. In Madrid studiert er bei Manuel Rodríquez. |
| 1856 | Gefördert durch den spanischen Hof, studiert er am Pariser Konservatorium Violine bei Jean-Delphin Alard sowie Harmonielehre bei Napoléon-Henri Reber. |
| 1857 | Er wird mit dem 1. Preis im Fach Violine des Konservatoriums geehrt. |
| 1858 | Er gewinnt den 1. Preis im Fach Harmonielehre des Konservatoriums. |
| ab 1860 | Bis zu 200 Konzerte im Jahr führen ihn durch Europa, Russland, in die USA und Südamerika. Zu seinem Repertoire gehören u.a. die Violinkonzerte Beethovens und Mendelssohns. Zudem widmet er sich intensiv der Kammermusik. |
| 1908 | Er stirbt am 20. September in Biarritz. |
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