Felix Mendelssohn Bartholdy
Violinkonzert d-moll MWV O 3
Kaum 10 Jahre alt, erlernte der junge Felix Mendelssohn Bartholdy neben dem Klavier und den Grundzügen der Komposition auch noch die Violine. 1819/20 entstanden erste kleinere Stücke für Klavier und Violine, bevor Felix für den Geigenlehrer und guten Freund Eduard Rietz 1822 sein erstes Violinkonzert schuf. Ob es damals zur Aufführung kam, ist nicht belegt. Aber zwei erhaltene Partiturautographe bezeugen die kompositorische Frühreife des Dreizehnjährigen. Da sich die Handschriften lange in Privatbesitz befanden, wurde dieses Schwesterwerk des berühmten e-moll-Konzerts erst Mitte des 20. Jahrhunderts einem breiteren Publikum bekannt. Heute ist es mit seinen wunderbaren Melodien und dem temperamentvollen Finale aus dem Konzertsaal nicht mehr wegzudenken.
Für die hier vorgelegte Urtextausgabe erstellte Christoph Sobanski in bewährter Weise einen gut spielbaren Klavierauszug. Den Fingersatz der Violinstimme steuert Antje Weithaas bei, der dieses Konzert besonders am Herzen liegt.
Inhalt/Details
(Erläuterung)
Über den Komponisten
Felix Mendelssohn Bartholdy
Ein deutscher Komponist, Dirigent, Pianist und Organist, der schon zu Lebzeiten zu den bedeutendsten Komponisten Europas zählte. Bereits in jungen Jahren fand er zu einer individuellen Tonsprache: In seinem alle Gattungen umfassenden Œuvre spiegeln sich die widersprüchlichen Tendenzen der Zeit - Klassizismus und Romantik - wider. Seine Bemühungen um die Aufführung der Werke Johann Sebastian Bachs führten zu seinen Lebzeiten zur „Wiederentdeckung“ des Komponisten, die bis heute ungebremst andauert. Seine intensive Beschäftigung mit Bach und dessen Kontrapunkt wirkte sich auf seine Kompositionstechnik aus.
| 1809 | Er wird am 3. Februar in Hamburg in eine reiche Bankiersfamilie geboren. |
| 1811 | Flucht mit den Eltern nach Berlin. Erster Musikunterricht durch die Mutter. |
| 1819 | Er wird Schüler von Carl Friedrich Zelter. |
| 1820 | Eintritt in die Berliner Singakademie. |
| 1821–23 | 12 Streichersinfonien. |
| 1825 | Oktett für Streicher Es-Dur op. 20. |
| 1826 | Sommernachtstraum-Ouvertüre op. 21. |
| 1827 | Beginn des Studiums an der Berliner Universität. |
| 1829 | Wiederaufführung von Bachs Matthäus-Passion in Berlin am 11. und 21. März. Reise nach England und Schottland. |
| 1829–30 | „Reformationssymphonie“ d-Moll op. [107] mit Einarbeitung des Chorals „Ein feste Burg ist unser Gott“. |
| 1830–32 | Große Reise u.a. nach Italien und Frankreich. Klavierkonzert g-Moll op. 25, Ouvertüre h-Moll op. 26 „Die Hebriden oder Die Fingals-Höhle“ (1829-1830). |
| 1833 | Musikdirektor in Düsseldorf. Italienische Sinfonie A-Dur [op. 90] (1830-33). |
| 1835 | Leiter der Gewandhauskonzerte in Leipzig. |
| 1836 | Uraufführung des Oratoriums „Paulus. Oratorium nach Worten der heiligen Schrift“ op. 36 in Düsseldorf. |
| 1838-44 | Violinkonzert e-Moll op. 64. |
| 1840 | Komposition des „Lobgesang. Eine Symphonie-Cantate nach Worten der heiligen Schrift“ op. 52. |
| 1841 | Berlin, im Dienst des preußischen Königs. "17 Variations sérieuses" d-Moll op. 54 für Klavier. |
| 1842 | Vollendung der Sinfonie Nr. 3 („Schottische“) a-Moll op. 56, mit liedhaftem Beginn. |
| 1843 | Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ op. 61. Leiter des neu gegründeten Leipziger Konservatoriums. |
| 1846 | Uraufführung des Oratoriums „Elias“ op. 70 in Birmingham. |
| 1847 | Streichquartett f-Moll [op. 80]. Er stirbt am 4. November in Leipzig. |
Über die Autoren
Antje Weithaas (Fingersatz Violine)
Produktsicherheit und Gewährleistung
G. Henle Verlag
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81476 München
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