Carl Stamitz
Klarinettenkonzert „Nr. 3“ B-dur
Carl Stamitz, äußerst produktiver Komponist der Mannheimer Schule, bedachte als einer der ersten auch die Klarinette mit zahlreichen solistischen Werken. Unter den elf von ihm erhaltenen Klarinettenkonzerten ist das traditionellerweise als „Nr. 3“ gezählte B-dur-Konzert das mit Abstand bekannteste und beliebteste (nach neueren Zählungen gilt es als „Nr. 7“). Mit seinen bezaubernden thematischen Einfällen, den ideal auf die Klarinette zugeschnittenen Figurationen und zugleich nur mittleren technischen Ansprüchen hat es sich weltweit als Standardwerk für den Unterricht durchgesetzt. Es eignet sich ideal als Vorspielstück und „erstes“ Solokonzert für Klarinettenschüler. Als exzellenter Klarinettist fügt der Herausgeber Nicolai Pfeffer dem Solopart Vorschläge für klangvolle, gut spielbare Kadenzen und Eingänge bei. Der gut gesetzte und leicht spielbare Klavierauszug von Michail Lifits ermöglicht auch nicht professionellen Pianisten das Begleiten.
Inhalt/Details
(Erläuterung)
Über den Komponisten
Carl Stamitz
Komponist und Geigenvirtuose. Sein ruheloses Leben, welches mit ständigen Wohnsitzwechsel verbunden war, prägte auch seinen musikalischen Stil, der, anfangs noch von der Mannheimer Schule beeinflusst, zunehmend auf eine international verständliche Klangsprache zielte. Als Geigenvirtuose und Komponist feierte er europaweit große Erfolge. Er schrieb eine Vielzahl kammermusikalischer Werke sowie Sinfonien und Konzerte (u.a.).
| 1745 | Er wird am 8. Mai in Mannheim getauft. Erste musikalische Unterweisung durch den Vater, den Geiger und Komponisten Johann Stamitz. |
| ab 1757 | Studien bei Christian Cannabich, Ignaz Holzbauer und Franz Xaver Richter. |
| 1761 | Violinist der Hofkapelle. |
| ab 1770 | Er verlässt Mannheim und unternimmt Reisen durch ganz Europa. |
| 1770–76 | In Paris ist er als Solist und Komponist tätig. Auftritte mit seinem Bruder Anton im Rahmen der Concerts spirituels. Hofkomponist unter Herzog Louis von Noailles. Von dort aus Konzertreisen u.a. nach Wien und Augsburg. |
| 1776–80 | Tätigkeit als Musiker und Komponist in London. |
| ab 1780 | Reisen u.a. nach Amsterdam und Den Haag. |
| ab 1785 | Rückkehr nach Deutschland (wohnhaft in Hamburg, Magdeburg, Leipzig, Berlin). Friedrich Wilhelm II. von Preußen sichert ihm die Vergütung zugesandter Kompositionen zu. |
| ab 1787 | Kurzfristige Dienste für Fürst Hohenlohe-Schillingsfürst. Konzertreisen nach Dresden, Prag, Halle, Nürnberg (u.a.). |
| 1789/90 | Tätigkeit als Dirigent der Liebhaberkonzerte in Kassel. |
| 1795 | Umzug nach Jena, wo er eine Anstellung als Musiklehrer der Universität erhält. |
| 1801 | Er stirbt am 9. November in Jena. |
Über die Autoren
Nicolai Pfeffer (Herausgeber, Kadenzen, Eingänge)
Angaben zur Produktsicherheit
G. Henle Verlag
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