Johann Nepomuk Hummel
Klaviertrio Es-dur op. 12
Zu Unrecht steht Johann Nepomuk Hummels 1804 entstandenes Klaviertrio heute im Schatten der großen Standardwerke jener Zeit; vereint es doch klassische Eleganz mit brillanter Virtuosität. Kunstvolle Themengestaltung, harmonische Kühnheit und technische Raffinessen verbinden sich zu einem kammermusikalischen Glanzstück. Brillante Oktavläufe, schnelle Akkordbrechungen und Triller im Klavier fordern hohe Fingerfertigkeit – ein wahres Virtuosenfutter für fortgeschrittene Ensembles. Die Henle-Ausgabe präsentiert das Werk in klar erfassbarem Notenbild mit ausgewogener Seitenaufteilung und guten Wendestellen – so macht das Proben wirklich Spaß!
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Johann Nepomuk Hummel
Ein Komponist und Pianist. Stilistisch positionieren sich seine Werke im Übergang von der Klassik zur Romantik. Sie umfassen beinahe sämtliche Gattungen, darunter sechs Klavierkonzerte, Sonaten, Kammermusik, Bühnenmusik und geistliche Werke. Zu Lebzeiten als Virtuose bewundert, fanden seine technischen Fertigkeiten ihren Niederschlag in einer umfassenden Klavierschule. Er war u.a. Mitglied des Institut de France sowie der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
| 1778 | Er wird am 14. November in Preßburg geboren. Sein Vater, Berufsmusiker, erteilt ihm ersten Musikunterricht. |
| 1786–88 | Die Familie siedelt nach Wien. Hier wird er Schüler Wolfgang Amadeus Mozarts. |
| 1788–93 | Mit seinem Vater tritt er eine mehrjährige Konzertreise durch Europa an. In London begegnet er Joseph Haydn. |
| ab 1793 | Zurück in Wien, wird er Schüler von Johann Georg Albrechtsberger, Antonio Salieri sowie Joseph Haydn. |
| 1804–11 | Er ist Konzertmeister der Kapelle des Fürsten Esterházy in Eisenstadt. |
| ab 1811 | In Wien widmet er sich überwiegend dem Komponieren und Unterrichten. |
| 1813 | Er heiratet Elisabeth Röckel, Sängerin am Wiener Hoftheater. |
| 1816–18 | Er ist Königlicher Württembergischer Hofkapellmeister in Stuttgart. |
| ab 1819 | Im Februar wird er Hofkapellmeister in Weimar. Er avanciert zu einer der bedeutendsten musikalischen Persönlichkeiten der Stadt. |
| 1827 | In Wien trifft er Franz Schubert. Er nimmt am Begräbnis Ludwig van Beethovens teil. |
| 1828 | Er veröffentlicht seine in Weimar konzipierte Klavierschule. |
| 1831 | Mit André Hippolyte Chelard leitet er das Thüringer Musikfest in Erfurt. |
| 1837 | Er stirbt am 17. Oktober in Weimar. |
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