Edward Elgar
Sehr leichte melodische Übungen in der ersten Lage op. 22 für Violine und Klavier
Nachdem Elgar mit der Veröffentlichung von „Salut d’amour“ einen riesigen Erfolg erzielt hatte, versuchte er 1889, sich in London niederzulassen und als freischaffender Künstler zu leben. Er konnte aber nicht recht Fuß fassen, weshalb die Elgars 1891 wieder aufs Land nach Malvern zogen. Dort hatte der Komponist einen festen Schülerstamm und konnte sich als Geigenlehrer gut finanzieren. Aus dieser Zeit stammen die „Very Easy Melodious Exercises“ für Violine und Klavier. Ursprünglich für seine Nichte May Grafton komponiert, spiegeln sie Elgars neu erwachtes Interesse am Unterrichten wider. Spuren dieser Tätigkeit weist das Autograph auf, das offenbar in den Geigenstunden verwendet wurde und zahlreiche Fingersätze enthält, die im 1892 erschienenen Druck fehlen. Der britische Elgar-Experte und Geiger Rupert Marshall-Luck dokumentiert in seiner Urtextausgabe diese Details in gewohnt akribischer Weise und schafft somit einen neu abgesicherten Notentext dieses Klassikers für den Geigenunterricht.
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Edward Elgar
Bedeutendster engl. Komponist seiner Zeit. Sein immenses Œuvre umfasst zahlreiche Chorwerke, Gesänge mit Klavier- und Orchesterbegleitung, einige Bühnenwerke, Orchestermusik meist programmatischen Charakters, wenige Kammermusikwerke in seiner letzten Phase, Klavier- und Orgelwerke.
| 1857 | Er wird am 2. Juni in Broadheath (Worcester) als Sohn eines Musikalienhändlers geboren. Erste Kompositionsversuche im Alter von 10 Jahren. Er ist weitgehend Autodidakt mit reicher praktischer Erfahrung. |
| ab Mitte 1870 | Er spielt in verschiedenen Orchestern in Worcester, u.a. Worcester Philharmonic Society sowie im Festivalorchester (u.a. unter A. Dvořák). Ab 1878 werden einige seiner Kompositionen (ur)aufgeführt. |
| ab 1882 | Er ist u.a. Dirigent der Worcester Amateur Instrumental Society sowie der neu gegründeten Worcestershire Philharmonic Society (1889–1904). |
| 1889 | Umzug nach London. |
| 1889–1903 | Kantate „The Black Knight“ op. 25. |
| 1890 | Uraufführung der Ouvertüre „Froissart“ op. 19 als erstes Hauptwerk. |
| 1891 | Umzug nach Malvern; Aktivitäten in der Provinz. |
| 1896 | Oratorium „The Light of Life (Lux Christi)” op. 29. |
| 1897–99 | „Sea-Pictures“ op. 37 für Kontra-Alt und Orchester. |
| seit 1897 | Er komponiert Werke zu festlichen Anlässen des engl. Königshofes. |
| 1898–99 | Enigma-Variationen op. 36 als musikalische Porträts über 14 seiner Freunde. |
| 1899–1900 | Oratorium „The Dream of Gerontius“ op. 38 bringt den Durchbruch. Er erhält zahlreiche Ehrungen, u. a. Ehrendoktorwürde 1900 und 1907, 1911 Order of Merit. |
| 1901–06 | Oratorien „The Kingdom“ op. 51 und „The Apostles“ op. 49. |
| 1904–08 | Professur an der Universität Birmingham. |
| 1908 | Uraufführung der 1. Sinfonie As-Dur op. 55 als Höhepunkt des Erfolgs mit 84 Aufführungen bis 1909. |
| 1909/10 | Violinkonzert h-Moll op. 61 als erstes bedeutendes engl. Konzert. |
| 1911 | Die Uraufführung der 2. Sinfonie Es-Dur op. 63 hat weniger Erfolg. |
| 1912 | Er zieht nach London. |
| 1913 | Sinfonische Studie „Falstaff“ op. 68. |
| 1918 | Kammermusikwerke: u. a. Sonate für Violine und Klavier e-Moll op.82, Streichquartett e-Moll, Klavierquintett a-Moll. |
| 1918–19 | Cellokonzert e-Moll op. 85 als spätes Schicksalswerk. |
| 1934 | Er stirbt am 23. Februar in Worcester. |
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