Frédéric Chopin
Sieben Nocturnes
Frédéric Chopins Nocturnes gehören zu den innigsten und zugleich kunstvollsten Zeugnissen romantischer Klavierpoesie. Zwischen 1830 und 1846 entstanden, spiegeln sie Chopins reifes Ausdrucksideal: sangliche Melodik, feinsinnige Harmonik und intime Klangfarben. Bereits kurz nach ihrer Erstveröffentlichung in Paris fanden diese lyrischen Miniaturen weite Verbreitung in ganz Europa. 2024 hat der preisgekrönte Pianist Julian Riem einige der Nocturnes in einer klangsensiblen Bearbeitung für Violoncello und Klavier vorgelegt, mit der das Duo Raphaela Gromes und Olga Scheps sein Publikum begeisterte – eine CD-Einspielung ließ nicht lange auf sich warten. Die Henle-Ausgabe liefert den Notentext dieser wunderbaren Auswahl, die von der berührenden Kantabilität des berühmten Es-dur-Nocturnes op. 9 Nr. 2 bis zu den subtil verschatteten Klanggebilden des späten Opus 62 reicht – eine Einladung, die Nocturnes im kammermusikalischen Dialog neu zu entdecken!
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Frédéric Chopin
Pianist und Komponist. Sein Schaffen ist auf die Klaviermusik konzentriert, die sich außerordentlicher Beliebtheit erfreut und zum festen Bestand des Konzertrepertoires gehört. Seine Musik beeinflusste nachfolgende Generationen in Frankreich (Franck, Saint-Saëns, Fauré, Debussy) wie auch Smetana, Dvořák, Balakirew, Grieg, Albéniz.
| 1810 | Er wird am 1. März in Żelazowa Wola bei Warschau geboren. Mit 7 erste Kompositionen, mit 8 erster öffentlicher Auftritt. |
| 1822 | Privatunterricht in Komposition. |
| 1825 | Rondo c-Moll op. 1 als erstes veröffentlichtes Werk. |
| 1826–29 | Studium an der Musikhochschule in Warschau. |
| 1829 | „Fantaisie sur des airs nationaux polonais“ A-Dur op. 13, Klaviertrio g-Moll op. 8. Reise nach Wien, wo er zwei Akademien mit seinen Kompositionen und Improvisationen gibt. |
| 1829–33 + 1835–37 | Etüden op. 10 und op. 25 als neuer Typus der virtuosen Etüde mit ästhetischem Anspruch. |
| 1830 | Uraufführungen seiner beiden Klavierkonzerte f-Moll op. 21 und e-Moll op. 11 in Warschau. |
| 1831 | Da er aufgrund des poln. Aufstands nicht nach Warschau zurückkehren kann, geht er nach Paris, wo er bis zum Ende seines Lebens bleibt. |
| 1832 | Eröffnungskonzert in Paris mit großem Erfolg. |
| 1835/38 | „Trois valses brillantes“ op. 34. |
| 1836/39 | „24 Préludes“ op. 28 in zyklischer Abfolge als konstruktiv verdichtete, kurze Stücke. |
| 1835/39 | Klaviersonate b-Moll op. 35 mit dem Trauermarsch. |
| 1842/43 | Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52, „Grande Polonaise brillante“ As-Dur op. 53, Scherzo Nr. 4 E-Dur op. 54. |
| 1844 | Klaviersonate h-Moll op. 58. |
| 1849 | Vollendung der Mazurkas g-Moll und f-Moll. Er stirbt am 17. Oktober in Paris. |
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