Edward Elgar
La Capricieuse op. 17 für Violine und Klavier
Nach seiner Rückkehr von London aufs Land finanzierte sich Edward Elgar ab 1890 in erster Linie als Geigenlehrer – allerdings eher gezwungenermaßen, da er vom Komponieren nicht leben konnte. Seinen Alltag empfand er als gleichförmig; frische Inspiration erhoffte er sich 1891 offenbar vom Kauf einer Geige aus der Werkstatt des Italieners Nicolò Gagliano. Begeistert von seinem neuen Instrument schuf er für sich selbst ein virtuoses Bravourstück, „La Capricieuse“, das er seiner Gagliano gewissermaßen auf den Leib schrieb. „Le Staccato“ sollte das Stück laut einer Skizze zuerst durchaus treffend heißen, aber „kapriziös“ trifft den Charakter der beliebten Zugabe-Nummer ausgesprochen gut. Rupert Marshall-Luck legt nun eine Henle-Urtextausgabe dieses Kabinettstückchens vor und erschließt es somit neu für die Praxis. Ein Paradestück auch für fortgeschrittene Schüler!
Inhalt/Details
Über den Komponisten
Edward Elgar
Bedeutendster engl. Komponist seiner Zeit. Sein immenses Œuvre umfasst zahlreiche Chorwerke, Gesänge mit Klavier- und Orchesterbegleitung, einige Bühnenwerke, Orchestermusik meist programmatischen Charakters, wenige Kammermusikwerke in seiner letzten Phase, Klavier- und Orgelwerke.
| 1857 | Er wird am 2. Juni in Broadheath (Worcester) als Sohn eines Musikalienhändlers geboren. Erste Kompositionsversuche im Alter von 10 Jahren. Er ist weitgehend Autodidakt mit reicher praktischer Erfahrung. |
| ab Mitte 1870 | Er spielt in verschiedenen Orchestern in Worcester, u.a. Worcester Philharmonic Society sowie im Festivalorchester (u.a. unter A. Dvořák). Ab 1878 werden einige seiner Kompositionen (ur)aufgeführt. |
| ab 1882 | Er ist u.a. Dirigent der Worcester Amateur Instrumental Society sowie der neu gegründeten Worcestershire Philharmonic Society (1889–1904). |
| 1889 | Umzug nach London. |
| 1889–1903 | Kantate „The Black Knight“ op. 25. |
| 1890 | Uraufführung der Ouvertüre „Froissart“ op. 19 als erstes Hauptwerk. |
| 1891 | Umzug nach Malvern; Aktivitäten in der Provinz. |
| 1896 | Oratorium „The Light of Life (Lux Christi)” op. 29. |
| 1897–99 | „Sea-Pictures“ op. 37 für Kontra-Alt und Orchester. |
| seit 1897 | Er komponiert Werke zu festlichen Anlässen des engl. Königshofes. |
| 1898–99 | Enigma-Variationen op. 36 als musikalische Porträts über 14 seiner Freunde. |
| 1899–1900 | Oratorium „The Dream of Gerontius“ op. 38 bringt den Durchbruch. Er erhält zahlreiche Ehrungen, u. a. Ehrendoktorwürde 1900 und 1907, 1911 Order of Merit. |
| 1901–06 | Oratorien „The Kingdom“ op. 51 und „The Apostles“ op. 49. |
| 1904–08 | Professur an der Universität Birmingham. |
| 1908 | Uraufführung der 1. Sinfonie As-Dur op. 55 als Höhepunkt des Erfolgs mit 84 Aufführungen bis 1909. |
| 1909/10 | Violinkonzert h-Moll op. 61 als erstes bedeutendes engl. Konzert. |
| 1911 | Die Uraufführung der 2. Sinfonie Es-Dur op. 63 hat weniger Erfolg. |
| 1912 | Er zieht nach London. |
| 1913 | Sinfonische Studie „Falstaff“ op. 68. |
| 1918 | Kammermusikwerke: u. a. Sonate für Violine und Klavier e-Moll op.82, Streichquartett e-Moll, Klavierquintett a-Moll. |
| 1918–19 | Cellokonzert e-Moll op. 85 als spätes Schicksalswerk. |
| 1934 | Er stirbt am 23. Februar in Worcester. |
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